Paludikultur im Praxistest: Optimierung von Rohrkolben- und Schilfkulturen; Teilvorhaben 3: Arbeitszeitstudien zum Rohrkolben- und Schilfanbau und Pacht der Praxisflächen

Akronym: Paludi-PROGRESS

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Hannover : Technische Informationsbibliothek

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Die Arbeitszeitstudien haben gezeigt, dass die Kultivierung von Rohrkolben und Schilf schon heute technisch möglich ist. Es gibt Spezialmaschinen, die für den Einsatz auf feuchten und nassen Moorböden geeignet sind. Derzeit wird für die Ernte von Schilf hauptsächlich ältere Technik eingesetzt. Der Einsatz dieser Technik ist in der Regel mit einem hohen Arbeitszeitbedarf verbunden und führt damit zu hohen Arbeitserledigungskosten. Durch den Einsatz neuer Technik kann der Arbeitszeitbedarf für die Schilfernte halbiert werden. Für die Rohrkolbenernte wurde in den Ernten im Praxisversuch neue Technik eingesetzt.

Die Anschaffung von neuer Technik ist mit hohen Kosten verbunden und setzt deshalb eine hohe Maschinenauslastung und damit große Flächenumfänge zur Deckung der Stückkosten voraus. Die Ganzpflanzenernte von Rohrkolben und Schilf für die stoffliche Nutzung erfolgt nur in den Wintermonaten, womit eine hohe Auslastung für die Erntetechnik schwer zu erreichen ist.

Die Ergebnisse aus den Arbeitszeitstudien zur Rohrkolben- und Schilfernte haben gezeigt, dass der Arbeitszeitbedarf der eingesetzten Technik in Abhängigkeit vom Ertrag, Flächenzuschnitt und von der Flächenbeschaffenheit beeinflusst wurde. Außerdem wurde ein hoher Arbeitszeitbedarf für die Optimierung der Arbeitsabläufe bzw. zur Behebung von technischen Problemen benötigt. Dafür müssen Lösungsansätze gefunden bzw. weitere technische Lösungsansätze identifiziert werden. Aus diesem Grund sind weitere Arbeitszeitstudien erforderlich, um belastbare Planzeiten zu kalkulieren und damit Paludikulturverfahren planbar zu gestalten.

Der Arbeitszeitbedarf für Paludikulturverfahren ist aufgrund der geringen Arbeitsbreite und des geringen Ladevolumens (ein geringes Gewicht der Technik ist zur Gewährleistung der Befahrbarkeit von Moorböden erforderlich) höher als für herkömmliche landwirtschaftliche Verfahren. Damit sind Paludikulturverfahren auch mit höheren Arbeitserledigungskosten verbunden.

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