Teilprojekt: "Co-Design und Evidenzbasierung von Methoden zur Identifikation von Pflegeinnovationen" im Gesamtvorhaben: "Pflegeschätze - Identifizierung, Visualisierung und Transfer familiärer Innovationen aus dem Alltag mit pflegebedürftigen Kindern"
Sachbericht zum Verwendungsnachweis : im Forschungsprogramm "Interaktive Technologien für Gesundheit und Lebensqualität: Miteinander durch Innovation"
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Abstract
Pflegende Eltern und Angehörige (pA) von Kindern/Jugendlichen mit erhöhtem Unterstützungs- oder Pflegebedarf aufgrund von Behinderung oder chronischer Erkrankung sind stark belastet. Sie haben ein erhöhtes Risiko selbst zu erkranken und an Lebensqualität einzubüßen. In Selbsthilfegruppen organisieren und unterstützen sich pA gegenseitig, zunehmend unter Einsatz digitaler Tools für den Austausch. Es besteht ein Forschungsbedarf in Bezug auf die Effekte digitaler, ko-kreativer Räume für lösungsorientierten Peer-Support auf relevante Outcomes wie die selbsteingeschätzte Gesundheit (SG) und Lebensqualität (LQ). Im Rahmen des Teilvorhabens "Co-Design und evidenzbasierte Evaluation von Methoden zur Identifikation von Pflegeinnovationen" entwickelten wir in einem iterativen und partizipativen Prozess ko-kreative Methoden gemeinsam mit pA und untersuchten mit einer prospektiven Multi-Center-Studie die Auswirkungen ihrer Anwendung in der lösungsorientierten Peer-Beratung sowohl im analogen als auch im digitalen Raum. Zehn erfolgreich mit Eltern getestete ko-kreative Methoden sowie niedrigschwellige Moderationsanleitungen für die lösungsorientierte Peer-Beratung stehen nun zur Verfügung. Bundesweit wurden 19 Personen in der Peer-Moderation mit diesen Methoden geschult. Ein pädagogisch fundiertes Konzept und Lernressourcen für das Peer-Moderationstraining sind anwendungsbereit. Statistisch konnten gender-spezifische, positive Effekte auf die familienbezogene Lebensqualität und den selbst eingeschätzten Gesundheitszustand nachgewiesen werden, wie in einer fachwissenschaftlichen Publikation dokumentiert.
