AGENTONOMICS als Ordnungs- und Konstruktionsprinzip des KI-Zeitalters
von der Konzernorganisation zur polyzentrischen Wirtschaft autonomer KI-Agenten
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Autonome künstliche Intelligenz verändert die Organisation wirtschaftlicher Zusammenarbeit. Dieser Beitrag entwickelt Agentonomics als Ordnungs- und Konstruktionsprinzip für mandatierte Agenten und hybride Kooperationen. Ein historisch-konzeptioneller Vergleich verbindet zentrale und transnationale Unternehmensorganisationen, die Siemens-Reformen sowie die St. Galler Managementtradition mit den Anforderungen einer Agentenwirtschaft. Integriertes Management, evolutionäre Strategieentwicklung, vernetztes Denken und wirksame Führung erschließen dabei komplementäre Gestaltungsaufgaben. Daraus werden begrenzte Handlungsspielräume, überprüfbare Zuständigkeiten, gemeinsame Regeln und lernfähige Kooperationsverfahren abgeleitet. Der Entwurf unterscheidet dauerhafte Vermittlungsfunktionen von befristeter Projektkoordination und verknüpft dezentrale Entscheidungen mit menschlicher Verantwortung. Sein Anspruch liegt darin, auch die Träger und Verfahren wirtschaftlicher Koordination technisch gestaltbar zu machen. Die Argumentation begründet ein Forschungs- und Gestaltungsprogramm; sie liefert keinen empirischen Nachweis einer bereits funktionsfähigen offenen Agentenwirtschaft. Schrittweise Pilotierung, überprüfbare Leistungsbeiträge und beherrschbare Abhängigkeiten werden als Voraussetzungen der Umsetzung benannt.
