Endbericht zum Vorhaben SektoRAS - Entwicklung von Sektorenkopplungskonzepten für regenerative Energien und intensive Aquakultursysteme
Innovationsraum BaMS - Bioökonomie auf Marinen Standorten - Sachbericht zum Verwendungsnachweis (Teil II)
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Abstract
Das Transferprojekt SektoRAS (FKZ 031B1462) untersuchte die Potenziale der Sektorenkopplung zwischen landbasierter Kreislaufaquakultur (RAS), erneuerbaren Energien und zukünftigen Wasserstoffinfrastrukturen. Ziel war die Entwicklung übertragbarer Planungs- und Bewertungsansätze zur Identifikation geeigneter Standorte sowie zur Integration von Sauerstoff-, Wärme-, Strom-, Wasser- und Stoffströmen in nachhaltige Aquakultursysteme.
Im Mittelpunkt stand die Entwicklung einer GIS-gestützten Weißflächenanalyse für Mecklenburg-Vorpommern, die standortrelevante Kriterien wie Wasserverfügbarkeit, Genehmigungsfähigkeit, Energiepotenziale, Infrastruktur und Umweltrestriktionen in einem mehrstufigen Bewertungsmodell zusammenführt. Ergänzend wurden Befragungen von Akteuren aus Aquakultur- und Energiewirtschaft durchgeführt und in die Gewichtung der Standortfaktoren integriert.
Der Fokus lag auf der Erarbeitung konzeptioneller und modellgestützter Lösungen. Hierzu zählen Bewertungs- und Planungsrahmen für die Nutzung von Elektrolyse-Sauerstoff in RAS-Anlagen, thermische Simulationsmodelle zur Kopplung von Aquakultur und Abwärmequellen, Konzepte zur elektrischen Eigenversorgung durch Photovoltaik- und Speichersysteme sowie Analysen zur Wasserwiederverwendung und Verwertung von Aquakulturreststoffen.
Die Ergebnisse zeigen, dass insbesondere Genehmigungsfragen, Wasserverfügbarkeit und Energieversorgung entscheidende Standortfaktoren für zukünftige RAS-Anlagen darstellen. SektoRAS liefert damit wissenschaftlich fundierte Methoden, Werkzeuge und Bewertungsansätze für die integrierte Planung von Aquakultur-, Energie- und Wasserprojekten. Die entwickelten Konzepte schaffen eine Grundlage für zukünftige Sektorenkopplungsvorhaben und leisten einen Beitrag zur Energiewende sowie zur nachhaltigen Entwicklung der marinen Bioökonomie.
