Verbundprojekt SATURN3: Räumlich und zeitlich getrennte Bewertung der intratumoralen Heterogenität beim Mammakarzinom
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Abstract
Patientinnen und -patienten mit Hochrisiko-Luminal-B und triple-negativen (TNBC) Mammakarzinomen zeigen trotz eines häufig guten initialen Ansprechens auf etablierte Therapien oft eine ungünstige Langzeitprognose. Eine zentrale Ursache hierfür ist die intratumorale Heterogenität (ITH), die durch klonale Tumorevolution und den Selektionsdruck von Therapien entsteht. Dadurch können resistente Tumorzellpopulationen entstehen, die Krankheitsprogression, Metastasierung und Rezidive begünstigen. Ziel dieses Forschungsvorhabens ist es, die Dynamik der intratumoralen Heterogenität und ihre Rolle bei der Resistenzentwicklung besser zu verstehen. Hierfür werden im Verlauf der Erkrankung erfasste klinische und molekulare Daten analysiert, um die Entwicklung von Tumoren und deren Anpassung an therapeutische Interventionen nachzuvollziehen. Besonderes Augenmerk gilt dabei dem Zusammenspiel zwischen Tumorzellen und ihrem Mikromilieu. Darüber hinaus sollen neue Biomarker identifiziert und validiert werden, die eine präzisere Vorhersage des Ansprechens auf Chemo-, Immun- und zielgerichtete Therapien ermöglichen. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen in klinischen Studien überprüft und für die Entwicklung innovativer diagnostischer und therapeutischer Ansätze genutzt werden.
