Entwicklung eines kompostierbaren, hochfesten organischen Klebers und dessen Anwendung zur Bindung von Makropartikeln aus der Blattmasse von Rohrkolben (TyphaKleber)
Schlussbericht zum Vorhaben
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Abstract
Eine wesentliche Motivation für die Untersuchungen zum Einsatz neuer Bindemittel für die Typha-Board-Produktion besteht darin, dass bereits mit dem Anbau des Rohstoffs als Paludikultur große Umweltleistungen gegeben sind. Damit die Landwirte auf diese Art der Bewirtschaftung umsteigen, muss ihnen ein langfristig finanziell attraktives Angebot gemacht werden. Dazu ist es erforderlich, dass aus diesem Rohstoff ein hochwertiges Produkt hergestellt wird, das entsprechend hochpreisig angeboten werden kann, um den Landwirten einen guten Preis für ihren Rohstoff bieten zu können. Mit dem magnesitgebundenen Typhaboard existiert bereits ein Produkt mit zahlreichen Alleinstellungsmerkmalen. Allerdings führt die Wahl des Magnesits als Bindemittel aufgrund dessen relativ geringer Klebekraft zu einem hohen erforderlichen Bindemittelbedarf. Dies führt beim Produkt zu hohen Rohdichten und damit zu höheren Wärmeleitfähigkeiten.
Ziel dieses Projektes war deshalb die Suche nach einem geeigneten Bindemittel mit höherer Klebekraft, um bei vergleichbarer Festigkeit geringere Wärmeleitfähigkeiten zu erreichen. Dabei sollten, soweit möglich, die bestehenden Vorteile des Magnesit-Boards erhalten oder übertroffen werden. Zu nennen sind hier vor allem die hohe Nachhaltigkeit und der Brandschutz. Ganz wesentlich dabei ist die Eignung des Bindemittel für Typhapartikel mit ihren speziellen chemischen und physikalischen Eigenschaften.
