Verbund: Russian-german laboratory at BESSY II; Thema: Network for operation and scientific use of the russian-german laboratory at BESSY II
Schlussbericht
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Abstract
Der Betrieb und der Ausbau des Russisch-Deutschen Labors an der Synchrotronstrahlungsquelle BESSY II am Helmholtz-Zentrum Berlin wurde in den Jahren 2019-2024 gefördert. Zu diesem Labor, das im Jahr 2001 eröffnet wurde, gehören mittlerweile zwei Strahlrohre mit Experimentierstationen für Untersuchungen im weichen Röntgenbereich. Diese wurden von Nutzergruppen aus Deutschland, Russland sowie anderen Ländern durchgeführt, wobei die betreuende Infrastruktur einschließlich der Probenpräparation zur Verfügung gestellt wurde. Am Dipolstrahlrohr wurden Experimente zur Photoelektronenspektroskopie und Röntgenabsorption durchgeführt, am Undulatorstrahlrohr lassen sich Untersuchungen zur winkel- und spinaufgelösten Photoemission ausführen. Darüber hinaus stand ein Photoelektronenmikroskop zur Verfügung. Mit diesen Ressourcen wurden 151 vorab begutachtete wissenschaftliche Projekte in einer großen fachlichen Breite durchgeführt, die bisher in weit mehr als 200 Publikationen in referierten Fachzeitschriften veröffentlicht wurden. Der wissenschaftliche Nachwuchs wurde an den Experimenten ausgebildet, wobei in insgesamt 28 Abschlussarbeiten die experimentellen Ergebnisse einflossen. Neben dem Betrieb des Labors gehörte auch der Ausbau der verfügbaren Instrumente zu den Projektaufgaben, damit die internationale Wettbewerbsfähigkeit verbessert und das Nutzungsprofil erweitert werden konnte. Hierfür wurde ein neuer Manipulator zur Probenaufnahme und Probenpräparation für das Instrument am Dipolstrahlrohr projektiert, beschafft und für den Routinebetrieb vorbereitet. Für das Undulatorstrahlrohr wurde ein neuartiger Femiflächen Analysator beschafft und charakterisiert. Zahlreiche widrige Randbedingungen schmälerten die Produktivität des Labors, wozu die COVID-19-Pandemie (2020-2022), ein Cyberangriff auf das Helmholtz-Zentrum Berlin mit verheerenden Auswirkungen auf den Nutzerbetrieb von BESSY II (2023-2024) und der Angriffskrieg der Russischen Föderation auf die Ukraine (seit 2022) gehörten. Die damit verbundenen Einschränkungen in der deutsch-russischen Zusammenarbeit führten schließlich zur Neuausrichtung der Forschungszusammenarbeit des Labors hin zu deutsch-osteuropäischen Kooperationen, indem das vormalige Russian-German Laboratory (RGL) in das neu etablierte Konsortium GELEM (German-Eastern European Laboratory for Energy Materials Research) aufging, um die effiziente Nutzung der Instrumente und Ressourcen aufrecht zu erhalten.
