Landgewinn - Energiesystemanalyse von Dekarbonisierungsstrategien der Landwirtschaft; Ökonomisch-ökologische Bewertung von Pflanzenkohle und einer weiteren landwirtschaftlichen Dekarbonisierungstechnologie; gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) im Rahmen des 7. Energieforschungsprogramms
Schlussbericht zum Teilprojekt
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Um die anvisierte Klimaneutralität bis 2045 zu erreichen, muss auch der Landwirtschaftssektor seine Treibhausgasemissionen deutlich reduzieren. Neue Technologien wie die Agri-Photovoltaik, die Herstellung und Nutzung von Pflanzenkohle und batterieelektrische Traktoren können zur Emissionsminderung und zur Erreichung der Energiewendeziele beitragen und somit neue Schnittstellen zwischen Land- und Energiewirtschaft schaffen. Bisherige Studien zu den drei Technologien konzentrierten sich vor allem auf betriebswirtschaftliche Aspekte und berücksichtigten die regionalökonomischen, ökologischen und energiesystemischen Effekte nicht umfassend. Ziel des Projektes "Landgewinn" war es, das Dekarbonisierungspotenzial der Landwirtschaft zu quantifizieren, die Wechselwirkungen mit dem Energiesystem zu bewerten und die drei Klimaschutztechnologien systematisch zu analysieren. Die Arbeiten des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung konzentrierten sich dabei auf die Produktion und Nutzung von Pflanzenkohle, batterieelektrische Traktoren und in Teilen auf die Agri-Photovoltaik. Methodisch setzte das Teilprojekt dabei auf eine Kombination aus Wirtschaftlichkeitsanalysen, regionalökonomischen Analysen, Ökobilanzen, Fokusgruppen und Stakeholder-Workshops. Die Herstellung und Nutzung von Pflanzenkohle zeigt ein hohes CO2-Speicherpotenzial, aber wirtschaftliche Unsicherheiten. Elektrotraktoren sind ab einem Strommix von mindestens 60 % erneuerbarer Energien ökologisch vorteilhaft, aber derzeit noch teurer in der Haltung als Dieseltraktoren. Die regionalökonomische Analyse zeigt, dass die Agri-Photovoltaik und die Pflanzenkohle insbesondere in Süddeutschland aufgrund der vergleichsweise hohen Sonneneinstrahlung sowie der Flächen- und Biomasseverfügbarkeit signifikante regionale Wertschöpfungs- und Beschäftigungseffekte erzielen können. Elektrotraktoren haben das Potenzial, die Wertschöpfung der Landtechnikbranche bis 2045 deutlich zu steigern, insbesondere bei ambitionierten Elektrifizierungsszenarien. Die Ergebnisse verdeutlichen die Notwendigkeit politischer Unterstützung zur Förderung von Pflanzenkohle und Elektrotraktoren, z.B. durch zeitlich befristete Förderungen und stabile rechtliche Rahmenbedingungen. Die weitere Verbreitung dieser Technologien ermöglicht Synergien zwischen Landwirtschaft und Energiewirtschaft und kann einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der Klimaziele leisten.
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