Factory-X: The digital ecosystem
Sachbericht zum Verwendungsnachweis gem. Nr. 8.1. NKBF 98
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Abstract
Das Projekt Factory-X verfolgte das Ziel, den fairen, sicheren und interoperablen Austausch von Daten in der produzierenden Industrie zu fördern und damit die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Unternehmen zu stärken. Im Mittelpunkt stand der Aufbau eines offenen digitalen Ökosystems, das Unternehmen unterschiedlicher Größe die Teilnahme an souveränen Datenräumen ermöglicht. Grundlage hierfür waren etablierte Industrie-4.0-Konzepte wie die Verwaltungsschale (Asset Administration Shell), digitale Produktpässe und digitale Typenschilder.
Die Forschungsvereinigung Elektrotechnik beim ZVEI leistete dazu wesentliche Beiträge in den Bereichen Anwendungsfälle, Wissenstransfer und Governance. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Entwicklung und Demonstration eines herstellerneutralen Szenarios für den Austausch von Produktinformationen sowie die Bereitstellung von Aktualisierungen und Sicherheitsupdates. Die Ergebnisse wurden sowohl wissenschaftlich dokumentiert als auch in Demonstratoren umgesetzt, um den praktischen Nutzen für Unternehmen sichtbar zu machen.
Ein herausragendes Projektergebnis war die Entwicklung eines funktionsfähigen, use-case-übergreifenden Demonstrators, der als zentrales Anschauungsobjekt für die Projektinhalte diente. Dieser wurde sowohl als physisches Exponat auf Fachmessen als auch als virtuelles 360-Grad-Modell bereitgestellt und unterstützte die Vermittlung der Projektergebnisse an Industrie, Forschung und Öffentlichkeit. Zudem entstanden wissenschaftliche Veröffentlichungen, die die technischen Konzepte und Ergebnisse dokumentieren.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem Wissenstransfer in die industrielle Praxis. Dazu wurden Workshops, Konferenzen und weitere Veranstaltungsformate organisiert, in denen Unternehmen Anforderungen, Mehrwerte und Anwendungsmöglichkeiten datenbasierter Ökosysteme diskutieren konnten. Ergänzend wurden Erfahrungen, Methoden und Best Practices dokumentiert. Ziel war es insbesondere, kleine und mittlere Unternehmen beim Einstieg in digitale Datenökosysteme zu unterstützen und die praktische Nutzung der entwickelten Lösungen zu fördern.
Darüber hinaus wurden Anforderungen der Elektro- und Digitalindustrie an eine langfristige Organisations- und Governance-Struktur für Manufacturing-X systematisch erhoben. In Zusammenarbeit mit Industrievertretern entstanden Grundlagen für zukünftige Regelwerke, Organisationsformen und Entscheidungsstrukturen, die eine nachhaltige Weiterentwicklung des Ökosystems ermöglichen sollen. Dadurch wurde ein wichtiger Beitrag zur Verstetigung der Projektergebnisse und zur langfristigen Handlungsfähigkeit des entstehenden europäischen Datenraums geleistet.
