Regulatorische Experimente für nachhaltige Entwicklung im Wissenstransfer (RENEW)
gemeinsamer Abschlussbericht RENEW
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Abstract
Bestehende Wissenstransfersysteme in Deutschland sind überwiegend auf lineare, technologieorientierte Innovationsprozesse. Um die Ziele der Nachhaltigen Entwicklung zu erreichen, sind jedoch breite gesellschaftliche Transformationsprozesse in den zentralen Produktions- und Konsumsystemen notwendig. Die damit verbundenen Nachhaltigkeitsherausforderungen sind gekennzeichnet durch eine vielschichtige Problemkonstellation mit multipolaren Zielkonflikten. Will man derartig "verzwickte" Probleme ("wicked problems") im Wissenstransfer angehen, sind systemisch angelegte Lösungen zu entwickeln.
Die zentrale Projektaufgabe bestand angesichts dieser Herausforderung darin, Governance-Optionen zu entwickeln, die die Wissenstransfersysteme so ausrichten, dass sie zu systemischen Innovationen für Nachhaltige Entwicklung beitragen. Damit dies gelingt, sind alle relevanten Akteure für eine Mitwirkung zu gewinnen. In mehrstufigen, umfassend angelegten Interaktionsprozessen, so der Stand der transformativen Forschung, ist zunächst ein gemeinsames Problemverständnis zu gewinnen. Auf dieser Grundlage verständigen sich die Beteiligten auf ein Zukunftsbild, für das sie dann Lösungsansätze erarbeiten und erproben. Ziel ist es dabei, den Veränderungswillen aller Beteiligten zu stimulieren und über einen Zeitraum von mindestens fünf bis zehn Jahren aufrechtzuerhalten. Damit sind nachhaltigkeitsorientierte Wissenstransferprozesse deutlich aufwändiger als solche im "klassischen" Transfer. Deshalb sind für alle diejenigen, die an den Wissenstransferprozessen mitwirken (sollen), Rahmenbedingungen zu schaffen, die bestehenden Hemmnisse abbauen und die Anreize zu verstärken.
