TAhRget - Modulation der AhR-abhängigen Inflammation und Organprotektion (DLR)
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Abstract
Das Projekt TAhRget - Modulation der AhR-abhängigen Inflammation und Organprotektion wurde im Rahmen eines bundesweiten Konsortiums durchgeführt und verfolgte das Ziel, den Einfluss von Ernährung auf die Aktivität des Aryl-HydrocarbonRezeptors (AhR) in gesunden Personen zu charakterisieren. Der AhR ist ein ligandengesteuerter Transkriptionsfaktor, der Signale aus Umwelt, Ernährung, Mikrobiom und Metabolismus integriert. Er beeinflusst die Regulation zahlreicher Gene, die an Immunprozessen, Entzündung, Stoffwechsel und Organprotektion beteiligt sind.
Eine Fehlregulation des AhR-Signalwegs wird mit verschiedenen chronischentzündlichen Erkrankungen wie chronischer Nierenerkrankung (CKD) oder Multipler Sklerose (MS) in Verbindung gebracht. Während bei CKD eine Überaktivierung durch akkumulierte endogene Liganden eine Rolle spielt, scheint bei MS ein Mangel an bestimmten Liganden zu verstärkter Entzündungsneigung beizutragen. Diese duale Rolle macht den AhR zu einem hochrelevanten Ziel für präventive und therapeutische Ansätze. Vor diesem Hintergrund sollte im Teilprojekt des DLR erstmals in einem streng kontrollierten Setting untersucht werden, inwiefern eine kurzfristige Ernährungsintervention - pflanzenbasiert versus westlich-omnivor - die Aktivität des AhR sowie nachgeschaltete Immunprozesse und Stoffwechselprofile bei gesunden Erwachsenen beeinflusst. Die ursprüngliche Vorhabenbeschreibung sah vor:
- die Etablierung einer streng kontrollierten, stationären Kurzzeitintervention mit zwei kontrastierenden Kostformen;
- die standardisierte Erhebung von klinischen, molekularen und omics-basierten Parametern;
- die Bereitstellung qualitätsgesicherter Bioproben für die Analysen im Verbund;
- den Nachweis eines kurzfristigen, ernährungsabhängigen Effekts auf die AhR-Aktivität als "Proof of Principle".
Alle vier Vorgaben wurden vollständig erfüllt. Die interventionelle Plattform wurde wie geplant im :envihab umgesetzt; alle geplanten Messgrößen wurden erhoben; die Proben wurden nach SOPs verarbeitet, dokumentiert und an die Partner überführt; und es konnte - konsistent über mehrere Messverfahren - ein kurzfristiger Einfluss der Ernährung auf den AhR-Signalweg gezeigt werden.
