NuDHe - Bedingungskonstellationen für die Nutzung befragungs- und prozessbasierter Daten in der Hochschulentwicklung
Teilprojekt "Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchs"
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Abstract
Das Verbundvorhaben „NuDHe“ analysierte die Bedingungen für die Nutzung von Befragungs- und Prozessdaten in Entscheidungsprozessen der Hochschulentwicklung am Beispiel der Handlungsfelder Qualität in der Lehre und Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchs. Der Ausgangspunkt war die Diskrepanz zwischen der steigenden Verfügbarkeit von Daten bzw. Evidenz und deren vergleichsweise geringer Nutzung in der Praxis und für konkret Entscheidungen. Ziel des Projektes war es, datenseitige, individuelle und organisationale Faktoren zu identifizieren, die eine wirksame Datennutzung fördern.
Methodisch basierte die Studie auf einem teilprojektübergreifenden Forschungsdesign, das systematische Literaturanalysen, qualitative Fallstudien sowie die Anwendung der Qualitative Comparative Analysis (QCA) kombinierte. Die empirische Grundlage im Teilprojekt zum wissenschaftlichen Nachwuchs bildeten 18 Fallstudien an deutschen Universitäten, die auf leitfadengestützten Expert*inneninterviews und Dokumentenanalysen beruhen. In den Fallstudien wurden 38 konkrete Datennutzungsbeispiele rekonstruiert und inhaltsanalytisch ausgewertet.
Die Ergebnisse zeigen, dass eine erfolgreiche Datennutzung insbesondere dann erfolgt, wenn Daten eng mit strategischen Zielstellungen verknüpft sind, institutionelle Zuständigkeiten und Mandate klar definiert sind und geeignete Kommunikations- und Beteiligungsformate für relevante Stakeholder bestehen. Hemmnisse ergeben sich hingegen aus eingeschränktem Datenzugang, unzureichender Datenorganisation, kulturellen Vorbehalten gegenüber evidenzbasierter Steuerung sowie strukturellen Defiziten in der organisationalen Verankerung.
Die Projektergebnisse wurden in wissenschaftlichen und praxisorientierten Kontexten vorgestellt und veröffentlicht und durch Transferformate, insbesondere eine Good-Practice-Academy, ergänzt, um erfolgreiche Ansätze der Datennutzung sichtbar zu machen und den Wissenstransfer in die Hochschulpraxis zu fördern.
