GIs - Gesellschaftliche Innovationsfähigkeit stärken
Ergebnisse des Projekts - Abschlussbericht
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Abstract
Die Fähigkeit einer Gesellschaft, neuartige Lösungen für komplexe soziale, ökologische und ökonomische Herausforderungen hervorzubringen und damit transformativen Wandel einzuleiten, gilt als Schlüsselressource für eine zukunftsorientierte Regionalentwicklung – insbesondere in strukturschwachen Räumen. Trotz der hohen strategischen Relevanz lagen bislang weder ein konsistentes Erklärungsmodell noch ein valides Messinstrumentarium zur gesellschaftlichen Innovationsfähigkeit (GI) vor, die die ökonomischen, sozialen, ökologischen, kulturellen, prozeduralen, organisatorischen und institutionellen Dimensionen von Innovation angemessen abbilden (Bianchi et al., 2024; Gault, 2020). Die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Thema gesellschaftlicher Innovationsfähigkeit befindet sich noch in einem frühen Entwicklungsstadium. Zwar unterstreichen neuere Arbeiten die Bedeutung von Innovationen für Wohlstand, Lebensqualität und regionale Resilienz (Bianchi et al., 2024; Trippl, 2020) und verweisen auf den Paradigmenwechsel hin zu transformativen, missionsorientierten Politiken (Hekkert et al., 2020; Mazzucato, 2025), doch bleibt unklar, wie Regionen eine breit angelegte, inklusive Innovationskapazität entwickeln können (Belussi et al., 2024; Benner et al., 2024). Bestehende struktur- und regionalpolitische Instrumente – wie z.B. die Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ oder der EFRE-Europäisiche Fonds für die regionale Entwicklung – adressierten bislang vorrangig technologische Innovationspotenziale und vernachlässigten häufig deren gesellschaftliche und ökologische Wirkung (Calegari et al., 2023) sowie die Bedeutung nicht-technologiebasierter Innovationen. Folglich fordern aktuelle Studien kontextualisierte Erklärungsmodelle, die die Wechselwirkungen zwischen regionalen Rahmenbedingungen, Akteurskonstellationen und gesellschaftlicher Innovativität systematisch erfassen, um strukturelle Wandelprozesse zielgerichtet zu unterstützen (Grillitsch et al., 2025; Jeannerat, 2024). Genau an dieser Forschungslücke setzte das vom BMFTR geförderte Verbundvorhaben "GIs – Gesellschaftliche Innovationsfähigkeit stärken" an.
