Interaktive Systeme in virtuellen und realen Räumen - Innovative Technologien für die digitale Gesellschaft
Schlussbericht Klima-ACT!
Date
Authors
Editor
Advisor
Volume
Issue
Journal
Series Titel
Book Title
Publisher
Supplementary Material
Other Versions
Link to publishers' Version
Abstract
Das vom BMFRT finanzierte Projekt Klima-ACT! zielte darauf ab, im Sinne der Förderrichtlinie Interaktive Systeme in virtuellen und realen Räumen - Innovative Technologien für die digitale Gesellschaft das Potenzial für die Förderung des Klimawissens zu erforschen. Die schlussendliche Forschungsfrage im Projekt lautete daher "Bewirkt die Nutzung von interaktiven Systemen in virtuellen Räumen eine stärkere Betroffenheit bei Adressaten, im Vergleich zur Nutzung von klassischen Medien und führt diese Betroffenheit zu einer Förderung des Klimahandelns?" In mehreren aufeinander aufbauenden Stufen wurde der virtuelle Raum ausgebaut und angepasst, um durch das Zusammenspiel von Storyline, Klimainformationen, Computerlogik sowie auch realer haptischer Elemente ein immersives Erlebnis zu schaffen. Zusätzlich zu den audio-visuellen Reizen einer VR - Umgebung wurden in den Demonstrator zwei haptische Jacken integriert, die den im Story-Verlauf aufkommenden Regen und Wind mittels Aktuatoren auf der Haut spürbar machen. Durch Handtracking konnten die Hände von meist obligatorischen Controllern befreit werden, was eine stärkere und intuitivere Interaktion im System ermöglichte. Als kooperatives Erlebnis ausgelegt, agieren zwei Nutzer:innen gemeinsam auf der Interaktionsfläche, wobei reale Objekte wie eine Hollywood-Schaukel und eine Gewichtsdecke, die beide live getrackt werden, zu realen Interaktionen in einem virtuellen Raum führen. Hierdurch entsteht eine Verknüpfung von realem und virtuellen Raum, was die Immersion des Systems weiter erhöht. Im Rahmen von zwei Nutzerstudien wurden im Rahmen der Anwendung klimabezogene Zukunftsszenarien der Stadt Hamburg aufgezeigt mit einem für die Stadt relevanten Fokus auf starkregenbedingte Überflutungen in Kombination mit weiteren Sturmauswirkungen wie Wind. Vor der Anwendung wurde als Einleitung mit den Nutzer: Innen über die Klima-Situation in der Stadt gesprochen und nach der Anwendung die Eindrücke, Emotionen und Betroffenheit in Gesprächssituationen besprochen. Über adaptierte Methoden wurde die Gesprächsführung geleitet und Informationen zur Motivation einer Veränderung des eigenen Klimahandelns erhoben. Zur Vergleichbarkeit der Ergebnisse mit dem Nutzen von klassischen Medien wurden Materialien aus der Einleitung und der Anwendung in eine Online-Umfrage gebettet, um in äquivalenter Weise Daten zu Betroffenheit und Motivation der Klimahandlungs-Anpassung zu erheben.
