SKALa-ELBE - "Entwicklung von Lasertechnologie zur Nachbearbeitung von Schweißnahtoberflächen für anschließende Beschichtungen" im Verbundprojekt "SKALa - Systematische Lösungsansätze zur optimalen Korrosionsschutzwirkung von Anstrichsystemen an besonders beanspruchten maritimen Strukturen Schiff- und Off-shore relevanten Bauteilen"
Schlussbericht zum Teilvorhaben : zur Bekanntmachung "Maritimes Forschungsprogramm"
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Abstract
Organische Korrosionsschutzsysteme in Schiffen und stationären maritimen Bauwerken, wie beispielsweise Schleusen, Offshore-Windenergieanlagen oder Transformatorenplattformen, versagen bevorzugt an mechanisch hoch beanspruchten Teilen der Konstruktion, insbesondere an Schweißnähten und freien Kanten sowie in Übergangsbereichen mit wechselnder Beschichtungsdicke. Zwischen Fügeteil und Schweißnaht liegen unterschiedliche Untergrundqualitäten vor und die Haftfestigkeit der Beschichtung wird durch diese stark beeinflusst. Laserbehandlungen stellen eine Alternative zu den herkömmlichen nasschemischen Verfahren dar. Durch Laser gelingt die für Beschichtungen notwendige Reinigung sowie Strukturierung von Oberflächen in einem einzigen Prozessschritt. Laser sind flexibel einsetzbar und die aufwendige Abfallentsorgung entfällt durch eine Absaugung bei der Laserbehandlung. Aus diesem Grund sollten im vorliegenden Projekt Lasersysteme und Parameter entwickelt werden, welche die Oberflächen der Schweißnähte und der angrenzenden Grundwerkstoffe mit beschichtungsangepasster Topografie und Morphologie ausstatten. Damit hat das vorliegende Teilvorhaben eine technische Grundlage entwickelt, um eine angepasste Vorbehandlung für Schweißnähte mittels Laser zu erzielen.
Im Rahmen des Projektes konnte dargestellt werden, dass der Laser zur Vorbereitung von Schweißnähten für organische Korrosionsschutzsysteme im maritimen Umfeld eingesetzt werden kann. Ein wirtschaftlicher Einsatz des Lasers ist vor allem zur Entfernung von Rückständen auf den Schweißnähten sowie Aufdeckung von Schweißfehlern möglich, so dass der erste von zwei Strahlprozessen ersetzt werden kann, was zu einer Reduktion des Aufwandes bei der Schweißnahtbehandlung führt. Insbesondere bei großen Bauteilen, wie sie bei maritimen Bauwerken häufig zu finden sind, würde logistischer Aufwand entfallen und zu Kosteneinsparungen beitragen.
