Verbundprojekt: ReMining Plus: Anlage zur Wertstoffgewinnung aus sulfidischen Spülhalden und deren umweltgerechte Sanierung; Teilprojekt: TV2: Betrieb einer Demoanlage zur Wertstoffgewinnung aus sulfidischen Spülhalden und Prozessanalytik; Förderprogramm: Wandel durch Innovation in der Region - Bündnis recomine
Sachlicher Abschlussbericht
Date
Authors
Editor
Advisor
Volume
Issue
Journal
Series Titel
Book Title
Publisher
Supplementary Material
Other Versions
Link to publishers' Version
Abstract
Das Projekt ReMiningPlus verfolgte einen ganzheitlichen Ansatz, der die Rückgewinnung von Wertstoffen eng mit der ökologischen Sanierung eines Spülhaldenstandorts sowie der Entwicklung eines langfristigen Standortkonzepts verknüpfte. Der wissenschaftliche Schwerpunkt des Teilprojekts 03WIR1905B lag auf der Weiterentwicklung und Optimierung des sogenannten Downstreamprozesses, der die Aufarbeitung der Prozesslösung aus der Biolaugung betrachtete. Dieses umfasste auch die umweltfreundliche Behandlung sämtlicher Stoffströme. Die eingesetzten Verfahren beinhalten die Solventextraktion, Elektrolyse, Fällung, Zementation sowie verschiedene Membranprozesse. Die Verfahren wurden zur selektiven Abtrennung von Verunreinigungen und Schadstoffen, zur Metallrückgewinnung und zur Reinigung von Prozesswässern eingesetzt. Ausgehend von den optimierten Einzelprozessen war der Betrieb der verschiedenen Container des Wertstoff- und es Umweltmoduls ein Hauptziel des Teilprojektes. Die modulare Anlagentechnik mit hohem technischem Reifegrad ermöglichte eine anwendungsnahe Durchführung unter realen Bedingungen. Für die Wertstoffgewinnung wurden Zielparameter definiert, unter anderem eine Zinkausbeute von über 90 % und eine Indiumausbeute von über 50 %. Gleichzeitig sollte das aufbereitete Prozesswasser Konzentrationen von weniger als 1 mg/L Arsen und Cadmium ausweisen. Die gewonnenen Daten ermöglichten eine technische und wirtschaftliche Bewertung der eingesetzten Verfahren. Durch die modulare Struktur der Anlage können die Prozesse flexibel auf weitere Ausgangsmaterialien und Standorte angepasst werden, was eine zukünftige Übertragbarkeit auf weitere Haldenstandorte mit variierender Materialzusammensetzung von Interesse ist.
