Teilvorhaben: Weizenpülpe als Ballaststoffquelle für die Humanernährung; im Verbundvorhaben: Pülpegas - Entwicklung einer Pilotanlage zur Vollverwertung von Weizenpülpe und Systemintegration in die industrielle Stärkeproduktion
Abschlussbericht
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Abstract
Das Teilvorhaben untersuchte das Potenzial von Weizenpülpe als Ballaststoffquelle für die menschliche Ernährung. Durch mechanische Trennverfahren wie Zentrifugation und Sedimentation kann die Pülpe in ein ballaststoffreiches Sediment und einen flüssigen Überstand aufgetrennt werden. Das Sediment wurde im Projekt direkt als Zutat in Modellbroten und Sandkuchen eingesetzt, wobei die Nutzung von feuchtem Sediment in Kombination mit der Zugabe von Vitalkleber die Gebäckstruktur gegenüber der Nutzung von trockenem Sediment nachhaltig verbesserte. Versuche im Technikumsmaßstab zeigten, dass durch Mikrofiltriertion weiter aufbereitetes Sediment einen hohen Ballaststoffanteil aufweist, während eine weitergehende Aufkonzentrierung der Ballaststoffe durch enzymatischen Stärkeabbau nur geringe weitere Erfolge brachte. Der flüssige Überstand nach Zentrifugation bzw. Sedimentation kann effizient in die Biogasproduktion eingeleitet werden, was die wirtschaftliche Nutzung von Pülpe verbessern würde. Insgesamt konnten zentrale Parameter für Zusammensetzung von Pülpen und Pülpesedimenten definiert sowie die technischen Möglichkeiten und Grenzen der Pülpeverwendung in Lebensmitteln in Modellversuchen demonstriert werden. Die Ergebnisse bestätigen die Machbarkeit einer nachhaltigen Wertschöpfung und legen eine Grundlage für weiterführende Forschung sowie technologische Optimierungen.
