Baukastensystem für eine wasserwirtschaftlich optimierte, klimaresiliente, multifunktionale Flächennutzung - BauWaOpKliNu

Sachbericht zum Verwendungsnachweis : DATIpilot Modul 1 Innovationssprints

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Hannover : Technische Informationsbibliothek

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Im Rahmen des Forschungsprojekts BauWaOpKliNu wurden Algorithmen entwickelt, welche anhand von Faktoren wie der vorhandenen Landnutzung, dem kf-Wert, der Bodenkennzahlen, hydrogeologischen Verhältnissen oder der Geländeneigung, GIS-basiert geeignete Flächen und Standorte für die Umsetzung von Maßnahmen zur Stärkung des Wasserhaushaltes ermitteln. Die Entwicklung der Algorithmen erfolgte hierbei unter ständiger Plausibilisierung der Zwischenergebnisse, die durch Vorortbegehungen zusätzlich gestützt wurden. Zur Zuweisung von geeigneten Maßnahmen aus dem Baukastensystem zur jeweilig ermittelten Fläche, wurde ein Tool entwickelt, in dem zunächst detaillierte Angaben zur ermittelten Fläche gemacht werden. Basierend auf diesen Angaben wird anhand einer implementierten Datenbank ermittelt, welche Maßnahmen und Maßnahmenkombinationen auf der Fläche realisierbar sind. Weiterführend wurden die im Pilotgebiet vorgeschlagenen Maßnahmen und einige Maßnahmenkombinationen auf ihre Realisierbarkeit sowie Wirksamkeit geprüft sowie eine ökologische Prüfung durchgeführt, um die Auswirkungen der Maßnahmen auf Flora und Fauna zu beschreiben. Insbesondere die Realisierbarkeit der Maßnahmen des Baukastens wurde im Rahmen einer Stakeholder Veranstaltung mit verschiedenen Akteuren (Genehmigungsbehörden, Bauernverbandsvertreter, Forst, etc.) abgestimmt. Das wesentliche Resultat des Forschungsprojekts stellt die entwickelte Methodik dar, die es Gemeinden ermöglicht, eigenständig mögliche für den Wasserrückhalt geeignete Flächen zu identifizieren. Für das Pilotgebiet der Allianz Regnitz-Aisch wurden mit Hilfe der entwickelten Methodik Flächen identifiziert, die in einem für die Gemeinde anschaulichen WMS-Layer visualisiert werden. Daraus wird ersichtlich welche Maßnahmen besonders effektiv bzw. prioritär umzusetzen sind. Die Maßnahmen des Baukastens sind in Form von Maßnahmenblättern visualisiert. Diese Maßnahmenblätter umfassen eine Beschreibung der jeweiligen Maßnahme, Angaben zu Kosten, Realisierungsdauer, ökologischem Nutzen, zu erwartenden Wirkungen, möglichen Maßnahmenkombinationen, erforderlichen Genehmigungen, möglichen Förderungen (Bayern) sowie die Ergebnisse der durchgeführten ökologischen Prüfung. Im Verlauf des Forschungsprojekts erfolgte eine enge und kontinuierliche Zusammenarbeit mit externen Stellen außerhalb des Projektverbundes. Der Schwerpunkt dieser Kooperation lag auf der Pilotregion der Allianz Regnitz-Aisch e.V. in Oberfranken (Bayern). Die beteiligten Gemeinden (Buttenheim, Altendorf, Hallerndorf und Egolsheim) sowie weitere lokale und regionale Akteure wurden hierbei in unterschiedlicher Intensität in das Projekt eingebunden. Bereits zu Beginn der Projektlaufzeit fand eine Kick-off-Veranstaltung mit den verantwortlichen Vertreterinnen und Vertretern der vier Pilotgemeinden statt. Diese diente der gemeinsamen Abstimmung der Projektziele, der Vorstellung der geplanten Methodik sowie der Klärung der jeweiligen Erwartungen und Bedürfnisse der Kommunen. Wie geplant wurden im Projektverlauf weitere lokale Stakeholder in den Erkenntnis- und Erfahrungsprozess einbezogen. Hierzu zählten unter anderem Förster, Landwirte und Behördenvertreter. Diese lokalen Steakholder konnten die Projektziele durch fachliche Einschätzungen, lokale Kenntnisse sowie Rückmeldungen zu den entwickelten Ansätzen bereichern. Diese Beiträge ermöglichten insbesondere die praxisnahe Realisierbarkeit der entwickelten Methoden zu gewährleisten. Vereinzelt wurden danach Maßnahmen aussortiert, wenn die Umsetzungsprognose aller Beteiligten negativ ausfiel.

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