FLEXIKING - Fortlaufende Anpassung von Lkw-Abfertigungszeiten durch flexible Künstliche Intelligenz
individueller Schlussbericht des Instituts für Maritime Logistik der Technischen Universität Hamburg
Date
Editor
Advisor
Volume
Issue
Journal
Series Titel
Book Title
Publisher
Supplementary Material
Other Versions
Link to publishers' Version
Abstract
Ziel des Projekts FLEXIKING war die Entwicklung eines flexiblen und kollaborativen Zeitfensterbuchungssystems, das die Bereitstellung von Abfertigungsfenstern an Terminals fortlaufend an aktuelle Rahmenbedingungen anpasst. Dabei soll das System sowohl die Interessen und Freiheitsgrade von Terminals als auch die der Fuhrunternehmen berücksichtigen. Durch die einvernehmliche Verlegung von Zeitfenstern kann mit FLEXIKING flexibel auf geänderte Rahmenbedingungen – etwa bei Verspätungen von Zug- oder Schiffsankünften – reagiert werden. Das flexible und kollaborative Zeitfensterbuchungssystem unterstützt Terminals dabei, Lastspitzen zu vermeiden und die Auslastung des Equipments zu optimieren. Fuhrunternehmen profitieren durch verkürzte Wartezeiten, Vermeidung von Leer-Fahrten und eine gleichmäßigere Abwicklung der Transporte. Im Mittelpunkt von FLEXIKING stehen das System zur flexiblen und kollaborativen Zeitfensterbuchung und -anpassung inklusive der Ermittlung einer optimalen Verteilung von Zeitfenstern am Terminal. Ergänzt wird es durch ein Prognosemodul zur Vorhersage von Bahnverspätungen und ein Modul zur optimierten Tourenplanung.
Erste Anwendungen des FLEXIKING-Demonstrators in einer praxisnahen Demonstrationsumgebung bei der TriCon haben deutliche Erfolge gezeigt: Durch die Priorisierung direkter Hübe (Lkw-Zug, Zug-Lkw) und die Reduktion unproduktiver Kranbewegungen wurde eine Effizienzsteigerung der Krankapazität von bis zu 16 % nachgewiesen. Zudem führte eine gleichmäßigere Verteilung der Lkw-Ankünfte über den Tag bei voller Krankapazität zu einer Verkürzung der Lkw-Durchlaufzeiten von 27,45 Minuten auf 20,9 Minuten gesenkt werden. Dies entspricht einer Verbesserung von 23,9 %. Aus der reduzierten Durchlaufzeit ergibt sich ein geschätztes Einsparpotenzial von ca. 72 Tonnen CO₂ pro Jahr am Standort Nürnberg.
