Verbund KB - Kompetenzzentrum Bibliometrie 2022-2025; Teilvorhaben Institutionen-Kodierung

BMFTR-Abschlussbericht

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Hannover : Technische Informationsbibliothek

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Die Institutionen-Kodierung des Kompetenznetzwerks Bibliometrie (KnB) dient der Verbesserung der Qualität bibliometrischer Analysen, indem Adressdaten deutscher Forschungseinrichtungen in den Datenbanken Web of Science (WoS) und Scopus konsistent normalisiert und eindeutig Institutionen zugeordnet werden. Da beide Datenbanken deutsche Adressdaten nur unvollständig erfassen und standardisieren, wurde ein textmusterbasiertes Verfahren entwickelt, das inzwischen mehr als 3.300 deutsche Hauptinstitutionen abdeckt. Die Zuordnungsquote liegt bei über 94 % für WoS und über 91 % für Scopus. Ergänzend werden Institutionen verschiedenen Sektoren des deutschen Forschungssystems zugeordnet sowie Länderangaben standardisiert und strukturelle Veränderungen von Forschungseinrichtungen historisiert abgebildet.

Im Förderzeitraum 2022-2025 leistete das Projekt einen zentralen Beitrag zum Betrieb der Infrastruktur des Kompetenznetzwerks Bibliometrie (KnB). Für WoS und Scopus wurden quartalsweise Institutionen- und Länder-Kodierungen erstellt und über die gemeinsame Datenbankinfrastruktur bereitgestellt. Insgesamt wurden während der Förderperiode 32 Kodierungen erzeugt und den Partnerorganisationen zur Verfügung gestellt. Die Projektarbeiten gliederten sich in fünf Arbeitspakete: Verbesserung der Performance, Durchführung der Kodierungen, Qualitätsverbesserung, Anwenderberatung sowie Fehlerkorrekturen. Ein wesentlicher Erfolg war die deutliche Steigerung der technischen Leistungsfähigkeit der Institutionen-Kodierung. Durch die Neuimplementierung der Verarbeitungsprozesse durch das FIZ Karlsruhe und die Überarbeitung der Textmuster durch die Universität Bielefeld konnte die Laufzeit der Scopus-Kodierung von rund zehn Tagen auf weniger als 24 Stunden reduziert werden. Gleichzeitig wurde die Zahl der verwendeten Textmuster durch Konsolidierung und Optimierung deutlich verringert. Die Qualität der Kodierung wurde kontinuierlich verbessert, indem neue Institutionen aufgenommen, Erkennungsregeln erweitert und Anwenderhinweise systematisch berücksichtigt wurden. Darüber hinaus wurden Nutzerinnen und Nutzer bei der Erstellung projektspezifischer Datensichten unterstützt, insbesondere im Hinblick auf die historisierte Abbildung institutioneller Veränderungen.

Das Vorhaben besitzt eine hohe Bedeutung für die bibliometrische Infrastruktur in Deutschland. Die bereitgestellten, kuratierten Adressdaten ermöglichen belastbare Analysen auf Institutionen-, Sektor- und Länderebene und unterstützen damit wissenschaftliche, strategische und forschungspolitische Entscheidungsprozesse.

Insgesamt konnte die Qualität der bereinigten Adressdaten nachhaltig gesichert und die Grundlage für qualitätsgesicherte bibliometrische Analysen weiter gestärkt werden. Trotz Fortschritten bei anderen, insbesondere offenen Bibliometriedatenbanken bleibt die kontinuierliche Kuratierung deutscher Institutionsadressen eine wichtige und weiterhin notwendige Aufgabe.

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