Multizentrische Post-hoc Analyse - Geschlechtsspezifische Unterschiede in der Prognose und geschlechtsspezifischen Wirksamkeit einer 6- vs. 12-monatigen Clopidogrel-Strategie nach Medikamenten-beschichteter Stentimplantation mit einer erweiterten Nachbeobachtung von 10 Jahren; Kurztitel: POST-HOC ANALYSE ISAR-SAFE-WOMEN

Schlussbericht zum Verwendungsnachweis

Abstract

In dieser Post-hoc-Analyse der ISAR-SAFE-Studie wurde untersucht, ob das Geschlecht sowie die Dauer der dualen Plättchenhemmung (DAPT) die 10-Jahres-Prognose nach Implantation medikamentenbeschichteter Stents beeinflussen. Insgesamt wurden 1.871 Patienten eingeschlossen, von denen 19,7 % Frauen waren. Frauen waren im Durchschnitt älter und wiesen häufiger arterielle Hypertonie sowie Dyslipidämie auf als Männer. Dennoch zeigte sich nach zehn Jahren kein signifikanter Unterschied in der Gesamtsterblichkeit zwischen Frauen (11,9 %) und Männern (9,3 %). Auch die Dauer der DAPT hatte keinen Einfluss auf die Langzeitsterblichkeit: Die Sterblichkeitsrate betrug 10,1 % nach 6 Monaten DAPT und 9,6 % nach 12 Monaten DAPT. Eine Interaktion zwischen Geschlecht und DAPT-Dauer konnte ebenfalls nicht nachgewiesen werden. Als einziger unabhängiger Prädiktor für die Sterblichkeit erwies sich das Alter. Die Ergebnisse zeigen, dass Frauen trotz eines ungünstigeren kardiovaskulären Risikoprofils nach moderner PCI eine vergleichbare 10-Jahres-Prognose wie Männer aufweisen und dass eine 6-monatige DAPT hinsichtlich der Langzeitsterblichkeit mit einer 12-monatigen Therapie vergleichbar ist.

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