LOFAR: Ermöglichung von Radioastronomie bei sehr niedrigen Frequenzen - Teilprojekt 2

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Hannover : Technische Informationsbibliothek

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LOFAR, das LOw Frequency ARray, ist ein neuartiges Radioteleskop, das den Himmel in einem bislang weitgehend unerforschten Frequenzband zwischen 30-240 MHz beobachtet. Die Universitäten Bochum (RUB), Bielefeld und Hamburg sowie die Thüringer Landessternwarte haben mit Unterstützung des Forschungszentrums Jülich (FZJ) einen Verbund gebildet, um mit D-LOFAR2.0 einen entscheidenden deutschen Beitrag zur Weiterentwicklung von LOFAR zu liefern. Die wichtigsten wissenschaftlichen Ziele einer deutschen Beteiligung an LOFAR sind die Untersuchung von galaktischen und intergalaktischen Magnetfeldern, Sonnenaktivität, Pulsaren, Jets und Radiogalaxien sowie der Erforschung großräumiger kosmischer Strukturen und der Epoche der Re-Ionisierung. In den vorangegangenen Förderperioden hat die Verbundforschung dazu beigetragen, dass mehrere deutsche Universitäten durch eigene Stationen fest im International LOFAR Telescope (ILT) verankert sind. Es befinden sich insgesamt sechs deutsche LOFAR-Station im Regelbetrieb, die regelmäßig sowohl zu Aufnahmen des ILT als auch zu denen im sogenannten GLOW-Modus beitragen. Die Ruhr-Universität Bochum betreibt gemeinsam mit dem Forschungszentrum Jülich die LOFAR Station DE605. Das Projekt D-LOFAR2.0 diente zum einen der Vorbereitung auf den Ausbau der deutschen LOFARStationen auf LOFAR2.0 (neue Aufnahmeelektronik sowie neue Betriebssoftware), und zum anderen der Förderung der wissenschaftlichen Nutzung durch weitere Softwareentwicklungen, die den Zugang der deutschen Community erleichtern sollen. Der Ausbau auf Hardware auf den LOFAR2.0 Standard wird die Bandbreite und die derzeit aus technischen Gründen begrenzte Beobachtungseffizienz deutlich erhöhen, sowie LOFAR- Beobachtungen gegenüber Störungen von digitalen Rundfunksendern unempfindlicher machen. Die verbesserte Nutzbarkeit von LOFAR sollte mit Hilfe folgender bewilligter Arbeitspakete dieses Projektes erreicht werden: AP 1 Datenhandhabung und Prozessierung AP 2 Verbesserte Prozessierung von Daten im LOFAR Long Term Archive AP 3 Bildgebung mit den LOFAR Low Band Antennen AP 5 Projektmanagement und richtungsunabhängige Kalibration für LOFAR2.0 Das von der Ruhr-Universität Bochum geleitete Teilprojekt 2 hat sich zunächst mit Aspekten der Arbeitspakete 1 und 2 befasst. Zudem wurde die Entwicklung der Hardware für LOFAR2.0, geleitet durch das niederländische Radioastronomieinstitut ASTRON, personell unterstützt. Die etablierte Infrastruktur wurde im Berichtszeitraum weiter betrieben (LOFAR-Station DE605 in Kooperation mit dem FZJ), die Kommunikation mit dem LOFAR-Datenarchiv (LTA) koordiniert und Hardware für den Betrieb des LTA beschafft. Der Übergang der Organisationsform des internationalen LOFAR Teleskops in ein ERIC wurde vorbereitet und ein entsprechender Vertrag zum Upgrade der Hardware an der Station DE605 zu LOFAR2.0 abgeschlossen.

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