Merge’n’Dice - Methoden zur Umsetzung einer federated Trusted Third Party
Schlussbericht
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Abstract
Im Zuge der FAIR-Prinzipien sowie der großen Verbundvorhaben wie bspw. MII, NUM, EHDS und genomDE entstehen gerade Datensammlungen wie auch Strukturen, die zu einer breiten und übergreifenden ("föderierten") Nutzung von Datenkörpern führen werden. Allen gemeinsam ist der Bedarf, zeitlich und inhaltlich unabhängig entstandene Datenkörper miteinander in Beziehung setzen (föderiertes Record Linkage) und sie vorhabensspezifisch pseudonym verbinden und nutzen zu können. Lösungsbausteine hierfür zu konzipieren und konkret beizutragen, ist die Herausforderung, der sich das hier beantragte Vorhaben stellt. Merge’n’Dice hat die konzeptuelle Weiterentwicklung und praktische Erprobung von Record-Linkage-Methoden und -Abläufen einschließlich adäquater Pseudonymisierung in verteilten Verbund-Umgebungen zum Ziel mittels einer föderierten Treuhandstelle (fTTP). Die durch den Antragsteller im Netzwerk Universitätsmedizin erstellte erste sehr zugeschnittene Implementierung einer fTTP soll im Zuge von Merge’n‘Dice zunächst konzeptuell weiterentwickelt, generalisiert und damit aus dem speziellen Kontext herausgehoben und der wissenschaftlichen Community zur Verfügung gestellt werden. Die Lösungen, welche im Ergebnis des Vorhabens entstehen werden, umfassen Anforderungsanalysen, Konzeptbeschreibungen, Schnittstellenbeschreibungen und anwendungsbereit herunterladbare Software zum Einsatz für ein föderiertes Record Linkage sowie eine entsprechende Pseudonymisierung. Wesentlicher Aspekt ist dabei der Verzicht auf eine dauerhafte zentralisierte Speicherung (Persistierung) der erforderlichen Identifier und stattdessen die konsequente Weiterführung des Ansatzes der verteilten Erzeugung datenschutzkonformer, sicherer und semantisch vergleichbarer Identifier. Abhängig von den dann zur Verfügung stehenden Daten wird eine prototypische Validierung der zur Verfügung gestellten praktischen Arbeitsergebnisse umgesetzt.
