Untersuchungen zu Einwirkungen von innen und außen während des Nachbetriebs
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Abstract
Der Schutz von Kernkraftwerken gegen naturbedingte Einwirkungen von außen (EVA) ist von zentraler Bedeutung für die nukleare Sicherheit und zum Schutz von Menschen und Umwelt vor der schädlichen Wirkung ionisierender Strahlung. Der Schutz gegen naturbedingte EVA ist auch in der Phase nach Beendung des Leistungsbetriebs für längere Zeiträume notwendig, um einen sicheren Nichtleistungsbetrieb und eine sichere Stilllegung zu gewährleisten und Freisetzungen auch unterhalb der zulässigen Grenzen so weit als möglich zu reduzieren.
Der vorliegende Bericht befasst sich mit dem Schutz von Kernkraftwerken gegen naturbedingte Einwirkungen von außen im langfristigen Nichtleistungsbetrieb und der Stilllegung. Dabei wird der Tatsache Rechnung getragen, dass sich im langfristigen Nichtleistungsbetrieb und der Stilllegung die Anlagensituation mehr und mehr vom Leistungsbetrieb unterscheidet. Grundsätzlich ist der Aspekt der sich stetig verringerten Nachzerfallsleistung zu nennen, durch den sich auch die Anforderungen an die Nachwärmeabfuhr reduzieren. Ebenso werden auch die sich verändernden Anlagenbedingungen, z. B. erste Abbaumaßnahmen oder vorbereitende Arbeiten für den Stilllegung und Abbau berücksichtigt. Ein weiterer Punkt sind Szenarien für naturbedingte EVA, die unter den veränderten Randbedingungen des langfristigen Nichtleistungsbetriebs und der Stilllegung ggf. neu hinzukommen oder einen geänderten Einfluss auf die nukleare Sicherheit besitzen.
Durch die sich stetig verringernde Nachzerfallsleistung werden insbesondere Anforderungen an die für die Nachwärmeabfuhr benötigten Sicherheitssysteme geringer und gleichzeitig erhöhen sich Karenzzeiten vor Erreichen unzulässiger Zustände. Unter diesen Randbedingungen sind Betrachtungen zu verfügbaren Karenzzeiten und damit möglichen Reparaturzeiten oder Zeiten bis zur Wirksamkeit von Ersatzmaßnahmen von zentraler Bedeutung, um das angestrebte hohe Sicherheitsniveau zu erhalten.
Durch vorbereitende Arbeiten bzw. den beginnenden Abbau gibt es möglicherweise neue Gefährdungsszenarien durch naturbedingte EVA, sofern solche Einwirkungen nicht im Vorfeld durch eine sorgfältige Planung berücksichtigt wurden. Neue Szenarien können sich z. B. aus einer veränderten Lagerung von radioaktiven Materialien auf dem Anlagengelände ergeben oder aus einer Beeinträchtigung von Sicherheitseinrichtungen oder Schutzmaßnahmen gegen naturbedingte EVA.
The protection of nuclear power plants against natural hazards is an essential aspect of nuclear safety and the protection of humans and the environment from the harmful effects of ionizing radiation. Protection against natural hazards is also needed for longer time periods to ensure a safe non-power operation and decommissioning phase and to reduce radioactive releases to levels as low as reasonably achievable.
This report deals with the protection of nuclear power plants against natural hazards during longer lasting non-power operation and decommissioning phases. The continuous changing situation in the plant and the growing deviation from the power operation state is taken into account. A major aspect in these phases is the continuous decrease in decay heat and, thereby, the requirements for heat removal are reduced. Further as pects comprise, e. g., preparatory works for decommissioning and the decommissioning itself which changes the boundary conditions for the assessment of natural hazards. Ad ditionally, scenarios concerning natural hazards are assessed in which, due to the changing plant conditions, natural hazards have different impacts on the plant compared to power operation.
Due to continuously decreasing decay heat the requirements for safety systems for heat removal are reduced and grace periods become longer. In this phase considerations with respect to existing grace periods and thus available repair times or time for alternative ways to restore heat removal are a central consideration for achieving a constantly high level of safety.
Due to preparatory works for decommissioning or decommissioning itself, new or changed impact scenarios for natural hazards may arise, if the assessment of natural hazards is not adjusted accordingly. New or changed impact scenarios may arise from, e. g., changed or additional storage of radioactive materials or from an impairment of safety systems or protection measures against natural hazards.
