WIR! - TRAINS - UV22 - Nachwuchskräftesicherung für die Bahntechnikbranche; TP1.1: Entwicklung und Erprobung eines allgemeinen Anerkennungssystems für Qualifikationen sowie von allgemeinen Sensibilisierungsmaßnahmen und Bildungsangeboten im akademischen Bereich" (TRAINS - UV22 HSA)
Sachbericht Teil II zum Teilvorhaben TRAINS - UV22 HSA
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Abstract
Allgemeine Aufgaben- und Zielstellung:
Das Teilvorhaben TRAINS - UV22 HSA im Verbundvorhaben TRAINS UV22 zielte darauf, die Nachwuchs- und Fachkräftesicherung für die Bahntechnikbranche in der Region Anhalt aus akademischer Perspektive zu unterstützen. Im Mittelpunkt standen die Entwicklung und Erprobung allgemeiner Sensibilisierungsmaßnahmen und Bildungsangebote sowie die Konzeption eines allgemeinen Anerkennungs-, Einordnungs- und Pfadmodells für Qualifikationen und Kompetenzen. Ziel war es, Zielgruppen frühzeitig für Bahntechnologie, MINT-Themen, akademische Bildungswege und regionale Karriereperspektiven zu interessieren, vorhandene Qualifikationen besser einzuordnen und transparente Bildungs-, Weiterbildungs- und Karrierewege sichtbar zu machen. Angesprochen wurden insbesondere Schülerinnen und Schüler mit Hochschulzugangsperspektive, beruflich Qualifizierte mit Hochschulzugangsberechtigung, Auszubildende, Studierende, internationale Studieninteressierte und Studierende, Hochschulabsolventinnen und -absolventen, Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger, Umschülerinnen und Umschüler sowie Studienabbrechende.
Wissenschaftlicher und technischer Stand, an den angeknüpft wurde:
Das Vorhaben knüpfte an den in der Vorhabenbeschreibung beschriebenen Fachkräftebedarf, an Forschung und Praxis zur Berufsorientierung, MINT-Bildung, Employer Branding und Weiterbildung sowie an Vorarbeiten innerhalb des TRAINS-Bündnisses an. Besonders relevant waren die Vorarbeiten aus TRAINS_UV13-HSA „Ingenieurausbildung, Weiterbildung und Qualifizierung“. Dessen Anhang A, die Übersicht „Bahntechnische Berufsfelder und Weiterbildungsmöglichkeiten“, wurde als Grundlage für Berufs-, Qualifikations- und Pfadlogiken genutzt und für den UV22-Kontext weiter eingeordnet. Technisch und didaktisch wurde an die im Verbund entwickelte TЯAINS-Lernwerkstatt, an Karriere-Hub und Technik-Hub sowie an die Informations- und Kollaborationsplattform angeschlossen. Die Hochschule Anhalt brachte hierzu ihre Kompetenzen in ingenieurtechnischer Lehre, Weiterbildung, digitaler Lehre, Studienorientierung und internationaler Betreuung ein.
Ablauf des Vorhabens:
Die Durchführung folgte einer sachlogischen Abfolge von Analyse, Systematisierung, Konzeption, Pilotierung, Evaluation und Dokumentation. Zunächst wurden Zielgruppen, Stakeholder, Berufs- und Qualifikationsstrukturen sowie geeignete Zugänge, Formate und Maßnahmen analysiert. Darauf aufbauend wurden Maßnahmencluster, Touchpoints und eine Struktur für Maßnahmensteckbriefe entwickelt. In der Konzeptionsphase entstanden Sensibilisierungs-, Informations- und Kommunikationsmaßnahmen sowie ein Anerkennungs-, Einordnungs- und Pfadmodell. Ausgewählte Maßnahmen wurden in bestehende und weiterentwickelte Hochschulformate integriert, unter anderem in MINT-, SchulCampus-, Studienkolleg-, Hochschulinformations- und Karriereformate. Die technische Umsetzung der digitalen Hub-Strukturen lag arbeitsteilig bei den zuständigen Verbundpartnern; die Hochschule Anhalt lieferte fachliche, zielgruppenbezogene, didaktische und transferorientierte Grundlagen. Die Ergebnisse wurden abschließend dokumentiert, bewertet und für Nachnutzung, Beratung, Hub-Strukturen und Anschlussvorhaben aufbereitet.
Wesentliche Ergebnisse:
Die wesentlichen Ergebnisse wurden in drei Kernergebnisbereichen zusammengeführt. KEB1 bündelt Sensibilisierung, Bildung, Kommunikation und Maßnahmenlogik. Hierzu zählen ein zielgruppen- und stakeholderorientierter Maßnahmenkatalog, Maßnahmensteckbriefe, Touchpoint-Logik und Pilotierungserfahrungen. KEB2 bündelt Berufe, Zugänge, Qualifikationen und Anerkennung. Ergebnis ist ein konzeptionelles Anerkennungs-, Einordnungs- und Pfadmodell, das unterschiedliche Bildungsbiografien, formale, non-formale und informelle Kompetenzen, Qualifikationslücken sowie passende Studien-, Weiterbildungs-, Zertifikats- und Karrierewege sichtbar macht. KEB3 bündelt Schnittstellen, Transfer, Hub-Strukturen und Nachnutzung. Die Ergebnisse liefern Grundlagen für Karriere-Hub, Technik-Hub, Lernwerkstatt, Informations- und Kollaborationsplattform, Beratung, Studienorientierung, Arbeitgebermarke und eine mögliche Weiterführung im TRAINScenter bzw. in anschließenden TRAINS-Aktivitäten. Es wurden keine eigenen rechtsverbindlichen Anerkennungsverfahren und keine Schutzrechtsanmeldungen geschaffen; die Ergebnisse sind als Orientierungs-, Beratungs-, Konzeptions- und Transfergrundlagen zu verstehen.
Zusammenarbeit mit anderen Forschungseinrichtungen und Stellen:
Das Teilvorhaben wurde im Verbund mit future Training & Consulting GmbH, prefrontal cortex GmbH und der Schweißtechnischen Lehr- und Versuchsanstalt Halle GmbH durchgeführt. Die Zusammenarbeit betraf insbesondere die Verzahnung von AP 2 Lernwerkstatt, AP 3 Sensibilisierung/Bildung/Karrieren und AP 4 Informations- und Kollaborationsplattform. Innerhalb der Hochschule Anhalt wurden bestehende Strukturen wie International Office, Studienkolleg, SchulCampus, Weiterbildungszentrum Anhalt, Studienberatung, Fachbereiche und Karriereformate eingebunden. Darüber hinaus wurden Bezüge zu Schulen, Unternehmen, Kammern, Arbeitsmarktakteuren und regionalen Netzwerken hergestellt. Dadurch konnten Transfer und Nachnutzung bereits während der Projektlaufzeit in bestehende Hochschul- und Verbundstrukturen eingebettet werden.
