Verbundprojekt MIA-PROM - Multimodale interaktive Assistenz zur digitalen Erhebung von Patient Reported Outcome Measures; Teilvorhaben: Adaptive Dialogführung

Sachbericht zum Verwendungsnachweis : Interaktive Technologien für Gesundheit und Lebensqualität: "Miteinander durch Innovation"

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Hannover : Technische Informationsbibliothek

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Die digitale Erfassung von patientenberichteten Endpunkten (Patient-Reported Outcome Measures, PROMs) bietet erhebliches Potenzial, um die Qualität und Patientenzentrierung der medizinischen Versorgung zu verbessern. In der Praxis scheitert die routinemäßige Nutzung im klinischen Alltag jedoch häufig an organisatorischen Hürden sowie an der hohen kognitiven, visuellen oder motorischen Belastung der oft gesundheitlich eingeschränkten Patientinnen und Patienten. Das Verbundprojekt MIA-PROM adressierte diese Barrieren durch die Entwicklung eines KI-basierten, multimodalen Assistenzsystems, das den Erhebungsprozess durch intuitive Interaktionsangebote erleichtert, das Personal entlastet und so die Datenqualität nachhaltig optimiert. Da herkömmliche digitale PROM-Lösungen bislang ausschließlich auf starren grafischen Benutzeroberflächen basieren, knüpfte das Vorhaben an den aktuellen Forschungsstand zur Erforschung flexiblerer Schnittstellen an. Wissenschaftliche Grundlage bildete das techniksoziologische Konzept der triadischen Interaktion, bei dem eine Erhebungssituation gezielt um einen zusätzlichen Akteur erweitert wird. Zu diesem Zweck wurde das System so konzipiert, dass die PROM-Befragung flexibel in drei verschiedenen Konfigurationen operieren kann: als reine Tablet-App, integriert mit einem virtuellen Avatar oder gekoppelt mit einem physischen (robotischen) Avatar.

Das primäre Arbeitsziel des Teilvorhabens der Technischen Universität Berlin lag in der Konzeption und Realisierung einer adaptiven und modularen Dialogführung für dieses Gesamtsystem. Es galt, eine robuste, ereignisgesteuerte Architektur umzusetzen, die alle Interaktionskanäle koordiniert und Datenschutzstandards im Gesundheitswesen erfüllt. Ein zentraler wissenschaftlicher Fokus lag dabei auf der Erforschung automatischer Personalisierungs-Mechanismen zur Reduktion der kognitiven Last, um das Systemverhalten dynamisch an das Verhalten der Nutzenden anzupassen und die Praxistauglichkeit in einem klinischen Feldversuch zu validieren.

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