IKann B - Entwicklung eines Systems zur Inspektion von Abwasser Kanalisationsnetzen Umsetzungsphase
"Starke Fachhochschulen - Impuls für die Region" (FH-Impuls) : Schlussbericht
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Im Rahmen des Verbundprojekts IKannB wurde ein integriertes System zur Zustandsanalyse unterirdischer Kanalisationsnetze entwickelt. Ziel war es, physikalische Kenndaten autark und in-situ im laufenden Kanalbetrieb zu erfassen. Durch die geografische Zuordnung von Messdaten können Engpässe, unzulässige Zuläufe und potenzielle Problemstellen frühzeitig erkannt sowie Instandhaltungsmaßnahmen gezielt geplant werden. Die Westfälische Hochschule Gelsenkirchen entwickelte die unterflur eingesetzten Sensoreinheiten in Form miniaturisierter Lab-on-a-Chip-Systeme (LOC). Diese kugelförmigen, hermetisch (wasserdicht) gekapselten Einheiten schwimmen autark mit dem Abwasserstrom durch die Kanalisation und erfassen kontinuierlich Messdaten. Ein eigens entwickelter Tauchmechanismus ermöglicht es den LOCs, Abscheidegitter im Kanal selbstständig zu umfahren. Die Elektronikbaugruppen sind modular aufgebaut, kontaktlos wiederaufladbar und für eine Betriebsdauer von mehreren Monaten ausgelegt. Die Fachhochschule Dortmund verantwortete die oberirdische Kommunikationsinfrastruktur sowie die digitale Datenverarbeitung. In Wartungsschächten installierte Gateways empfangen die Messdaten der passierenden LOCs per Funk und leiten diese gesichert an eine skalierbare, hochverfügbare Datenplattform weiter. Diese ermöglicht eine Echtzeit-Verarbeitung der Messdaten und ist auf Ausfallsicherheit ausgelegt. Ergänzend wurde eine mobile Managementanwendung entwickelt, die Wartungspersonal vor Ort bei der Inbetriebnahme und Pflege der Gateways unterstützt sowie Softwareaktualisierungen aus der Ferne ermöglicht.
