Entwicklung eines ökologischen und ökonomischen Getränkekastens (öko²Box)
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Abstract
Das Forschungsvorhaben "öko2box" wurde initiiert, um eine zentrale Herausforderung der modernen Werkstofftechnik und Kreislaufwirtschaft zu adressieren: die Entwicklung nachhaltiger Materiallösungen für etablierte Massenprodukte. Getränkekästen (GK) stellen aufgrund ihrer hohen gesellschaftlichen Sichtbarkeit und ihres Potenzials für geschlossene Stoffkreisläufe ein ideales Anwendungsfeld dar. Ziel war es, einen erdölbasierten Standardwerkstoff durch ein ökologisch vorteilhaftes Material zu ersetzen und damit den CO₂-Fußabdruck über den gesamten Lebenszyklus signifikant zu reduzieren.
Die ursprünglichen, im Vollantrag formulierten Projektziele bildeten den strategischen Rahmen für sämtliche Forschungs- und Entwicklungsarbeiten:
- Entwicklung eines Bio-Getränkekastens (Bio-GK) mit einem nachweislich überlegenen ökologischen Fußabdruck.
- Herstellung aus überwiegend nachwachsenden Rohstoffen, mit einem angestrebten Anteil von mindestens 85 %.
- Gewichtsreduzierung um 15 % durch eine werkstoffgerechte, optimierte Konstruktion, die das höhere mechanische Potenzial des neuen Materials nutzt.
- Reduzierung des Rohstoffbedarfs und der im Spritzgussprozess zu verarbeitendene Masse.
Diese Zielsetzungen definierten den Ausgangspunkt für eine systematische Untersuchung neuer Materialrezepturen, die nicht nur ökologische Vorteile bieten, sondern auch die hohen mechanischen und prozesstechnischen Anforderungen eines langlebigen Mehrwegprodukts erfüllen müssen. Der vorliegende Bericht dokumentiert, wie das Projekt die damit verbundenen wissenschaftlichen, technischen und ökologischen Herausforderungen systematisch adressiert und welche Ergebnisse dabei erzielt wurden.
