Verbundprojekt Weizenbaum-Institut für die vernetzte Gesellschaft: Das Deutsche Internet-Institut

Endbericht des Verbundpartners Universität der Künste (UdK) Berlin für die Berichtsjahre 2022-2025

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Hannover : Technische Informationsbibliothek

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Das Teilvorhaben der Universität der Künste Berlin wurde im Rahmen des Weizenbaum-Instituts durch die Forschungsgruppe "Design, Diversity and New Commons" durchgeführt. Die Forschungsgruppe untersuchte, wie digitale Technologien soziale Teilhabe, Sichtbarkeit und gesellschaftliche Machtverhältnisse beeinflussen und wie Designforschung genutzt werden kann, um kollaborative, experimentelle und gemeinwohlorientierte Formen digitaler Praxis und Wissensproduktion zu entwickeln und zu erproben.

Die Forschungsgruppe arbeitete zu digitalen Körpernormen, algorithmischer Moderation, nachhaltiger digitaler Souveränität, Open-Source-Praktiken sowie zu Fragen von Mensch-Umwelt-Beziehungen und ökologischer Transformation. Dabei wurden theoretische Forschung, gestalterische Methoden und praxisbasierte Formate miteinander verbunden.

Ein Schwerpunkt lag auf der Untersuchung sozialer Medien, digitaler Plattformen und KI-gestützter Systeme. Corinna Canali analysierte den Einfluss von AR-Beauty-Filtern, Plattformlogiken und Content-Moderation auf Körperbilder und Geschlechternormen in sozialen Medien. Ines Weigand untersuchte aus designforscherischer Perspektive und unter Einbeziehung feministischer Theorien, welche Rolle praxisbasierte Designmethoden für den Aufbau ökologischer Mensch-Umwelt-Beziehungen und kollektiver Wissenspraktiken spielen können.

Im Berlin Open Lab wurden Workshops, Open-Lab-Abende in Zusammenarbeit mit dem Futurium in Berlin, prototypische Experimente und öffentliche Veranstaltungsformate durchgeführt. Dazu gehörten unter anderem die Konferenzen "Design and Digital Justice" (2023), "New Experimental Research in Design" (2023) sowie das Symposium "Re/Embodied Data: Ambiguities of Knowing" (2024). Die Formate verbanden wissenschaftliche Diskussion, gestalterische Praxis und öffentliche Auseinandersetzung mit Themen wie KI, Datenpraktiken, digitaler Teilhabe und technologischen Machtverhältnissen.

Die Forschungsgruppe veröffentlichte wissenschaftliche Beiträge zur Kritik an AR-Beauty-Filtern und algorithmischen Schönheitsnormen in sozialen Medien, zu diskriminierenden Dynamiken digitaler Plattformen und KI-Systemen. Weiterhin zu Themen experimenteller und praxisbasierter Designforschung sowie zu kollaborativen Wissenspraktiken zwischen Wissenschaft, Kunst und Zivilgesellschaft. Forschungsergebnisse wurden auf nationalen und internationalen Konferenzen, darunter ACM IMX 2024, ACM FAccT 2025, ACM CHI 2025, und der Weizenbaum Conference, vorgestellt und in Lehrveranstaltungen an der UdK Berlin sowie weiteren Hochschulen eingebunden.

Im Projektverlauf wurden internationale Forschungskooperationen und Netzwerke weiter ausgebaut. Die Bewilligung einer weiteren Förderphase des Weizenbaum-Instituts bildet zudem eine Grundlage für die Fortführung der aufgebauten Forschungs-, Lehr- und Transferstrukturen.

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