GeNESE - Wirkungen des gesellschaftlichen Wandels auf Niveau und Profil der sektoralen Stromnachfrage und ihre Bedeutung bei der Kopplung von Energiemodellen mit unterschiedlicher zeitlicher Auflösung
Abschlussbericht nach Vorlage Nr. 3.2 BNBest-BMBF 98
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Abstract
Zur Umsetzung der analytischen Aufgaben des Forschungsvorhabens GeNESE wurde ein mehrstufiges Vorgehen konzipiert. In einem ersten Schritt werden Megatrends identifiziert und deren Relevanz für Veränderungen der Nachfrage in den fünf Sektoren und deren (quantitativen) Effekte auf die Nachfrage nach Energiedienstleistungen analysiert. Darauf aufbauend werden mittels Expertenbeteiligung für alle fünf definierten Sektoren (Mobilität, Haushalte, Industrie, Gewerbe/Handel/Dienstleistungen (GHD) und Landwirtschaft) eine Liste konkreter lastprofilwirksamer Aspekte des gesellschaftlichen Wandels identifiziert. Diese sind Grundlage für die Cross-Impact-Bilanz Analysen, aus welchen am Ende konsistente Bündel von zuerst sektorenspezifischen Szenarien mit plausiblen Konstellationen von Nachfragetreibern und anschließend sektorenübergreifenden Szenarien identifiziert werden. Aus der Analyse der gesellschaftlichen Veränderungen werden je nach Szenario die Energiedienstleistungen Personenkilometer (pkm), Tonnenkilometer (tkm), Wärme/Kälte und Gerätenutzung in verschiedenen Tools (Energy Service Demand Translation Tool, Wärmeatlas) quantifiziert. Die benötigten Inputs für die Energiesystemanalyse zur Nachfrage verschiedener Energiedienstleistungen, sowie generellen Rahmenbedingungen orientieren sich an den Szenarien und den Ergebnissen der Quantifizierung. Das Nachfragetool (Demand Disaggregation Tool) übersetzt die jeweiligen Szenarien in spezifische Lastkurven pro Sektor, die die gesellschaftlichen Trends konsistent berücksichtigen. Das Tool kann somit passgenaue Lastprofile an die Strommarktmodelle weitergeben. So wird die Gesamtkonsistenz der Ergebnisse zwischen Energiesystemmodell und Strommarktmodell sichergestellt.
