Suburbane Wärmewende 2 - EnEff:Stadt: SubWW2 - Innovationswärmeleiter für Wärmeenergiequellen in Agglomerationsgürteln am Beispiel von Konversionsprozessen des Bestandsquartiers "Ortskern Leeste": Phase 2 Umsetzung; im Rahmen des 7. Energieforschungsprogramms
Schlussbericht des Projektes
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Abstract
Im Projekt "Suburbane Wärmewende 2" wurde untersucht, wie eine dekarbonisierte, technisch machbare und wirtschaftlich tragfähige Wärmeversorgung im suburbanen Bestandsquartier "Ortskern Leeste" umgesetzt werden kann. Dies ist wichtig, da die Wärmeversorgung von Gebäuden einen großen Anteil am Endenergieverbrauch hat und ihre Dekarbonisierung zentral für das Erreichen kommunaler und nationaler Klimaschutzziele ist. Eingesetzt wurden techno-ökonomische Analysen, Szenarienvergleiche und Optimierungen von Wärmenetz- und Erzeugerkonzepten. Ergänzend wurden lokale Wärmequellen wie Biomasse, Abwasserwärme und mitteltiefe Geothermie bewertet, ein Energiemanagementsystem entwickelt und in Software- sowie Hardware-in-the-Loop-Umgebungen getestet. Zudem wurden ein Tool zur Identifikation weiterer Nahwärmeareale sowie verschiedene Beteiligungsformate wie Befragungen, Workshops, Klimaschutzmärkte und Infoblätter umgesetzt. Die Ergebnisse zeigen, dass Wärmenetze im Untersuchungsgebiet eine wirtschaftlich und klimapolitisch sinnvolle Option darstellen können. Besonders relevant sind erneuerbare Wärmequellen, Wärmepumpen und eine begrenzte Nutzung lokaler Biomasse. Mitteltiefe Geothermie kann bei größeren Netzen und hohen Volllaststunden interessant sein, ist für kleinere Ausbaustufen jedoch nur eingeschränkt geeignet. Das Energiemanagementsystem konnte grundsätzlich erfolgreich erprobt werden. Gleichzeitig wurde deutlich, dass Akzeptanz, transparente Kommunikation und ein geeigneter Betreiber entscheidend für die Umsetzung sind. Schlussfolgernd können Wärmenetze auch in suburbanen Bestandsquartieren einen wichtigen Beitrag zur Wärmewende leisten, wenn technische Planung, Wirtschaftlichkeit, kommunale Steuerung und Beteiligung der Bevölkerung zusammengedacht werden. Die entwickelten Methoden und Formate lassen sich auf andere Kommunen übertragen, insbesondere für die kommunale Wärmeplanung, Machbarkeitsstudien, Betreiberkonzepte und intelligente Betriebsstrategien erneuerbarer Wärmenetze.
