Gropius Bau - Zirkuläre Sanierung
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Abstract
Zirkuläre Sanierung des Gropius Bau – Eine belastbare Grundlage und ein übertragbares Prozessmodell für Museumsgebäude
Das Projekt entwickelt eine methodische Grundlage für die zirkuläre Sanierung des Gropius Bau (Berliner Festspiele) und überführt diese in ein übertragbares Modell für Museumsbestände. Ausgangspunkt ist die Erkenntnis, dass kein neuer Leitfaden erforderlich ist: Der bestehende LUBW-Leitfaden „Zirkuläres Bauen erfolgreich umsetzen" (Baden-Württemberg) wird auf den Museumskontext adaptiert und in den bundesrechtlichen Rahmen (BNB, Leitfaden Nachhaltiges Bauen, Bundeshaushaltsordnung, § 45 KrWG, EPBD, NKWS) eingebettet.
Kern der Arbeit ist ein Prozessmodell, das Zirkularität entlang der Leistungsphasen verankert – ergänzt um LPH 0 (Bedarfsplanung) und LPH 10 (Rückbau und Nachnutzung) – und neue Rollen wie die „Beratenden Zirkuläres Sanieren" sowie das „Management Bauteilbeschaffung" definiert. Ein KPI-System (GWP, Re-Use-Anteil, Recycling-Anteil, Deconstruction Index, biobasierte Baustoffe) schafft über Quality Gates Messbarkeit und Transparenz und bleibt anschlussfähig an das BNB-System. Leitend ist dabei der Grundsatz „Messpflicht statt Grenzwertpflicht". Das resultierende Zielbild differenziert das Gebäude in Zonen für Transformation, Erhalt und Urban Mining und folgt dem Leitsatz: „So viel Eingriff wie nötig – so viel Erhalt wie möglich."
