BioZ Innovationsmanagement Förderphase 1
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Abstract
In 2021 hat BioZ begonnen, ein Innovationsökosystem für biobasierte Innovationen in Mitteldeutschland aufzubauen. Es nutze die Stärken der Region: Mitteldeutschland bietet herausragend gute Böden, eine produktive Lebensmittelindustrie und etablierte Chemiestandorte. Die Verknüpfung dieser Sektoren mit-einander bot ein attraktives Innovationspotential, das in der 1. Förderphase bereits gut entfaltet werden konnte.
Im Fokus der Aktivitäten standen die Entwicklung von umsetzungsstarken F&E- Projekten sowie die Beteiligung und der Einbezug von regionalen Akteuren.
Mit Erfolg: In den ersten Jahren konnte BioZ weit über 90 Partner gewinnen und das Bündnis kontinuierlich erweitern. Hervorzuheben ist, dass mehrheitlich produzierende Unternehmen der Region in das Ökosystem eingebunden wurden. In 15 F&E-Projekten, drei Durchführbarkeitsstudien und vier strategischen Projekten sind mehr als 90% der Partner aktiv beteiligt. Bisher ist eine Patentanmeldung er-folgt, eine weitere befindet sich in Prüfung. Die verfügbaren Fördermittel in Höhe von 8 Mio. € wurden vollständig ausgeschöpft. Die hohe Motivation der Unternehmen lässt sich durch die aufgebrachten Eigenanteile von gut 3 Mio. € gut belegen. Für die 2. Förderphase wurde ein Projektportfolio mit 18 weiteren F&E-Projekten entwickelt und im Rahmen eines Kolloquiums mit dem BioZ-Beirat vorbewertet. BioZ hat eine sehr gute Außendarstellung aufgebaut: Neben einer informativen und service-orientierten Website wurden durch regelmäßige Posts auf LinkedIn mehr als 1000 Follower gewonnen, um über die aktuellen Aktivitäten zu informieren und zum aktiven Engagement zu motivieren.
Das übergeordnete Ziel, den Strukturwandel in der Region zu gestalten, wird durch die Bündnisaktivitäten bereits gut adressiert, allerdings ist dies ohne weitere flankierende Aktivitäten allein nicht erreichbar.
Schon in der 1. Förderphase wurden ergänzende Förderprogramme erfolgreich eingebunden. Hier sind vor allem das Fachkräfteprojekt TOMORROWORK im Programm Unternehmen Revier und mehrere erfolgreiche Antragstellungen im Programm Industrielle Bioökonomie des BMWK zu nennen. Die Adressierung von weiteren Förderprogrammen wird in der 2. Förderphase zunehmend in den Fokus gerückt, um die gut laufende Projektentwicklung fortzuführen.
Die BioZ-Projekte sind alle im vorwettbewerblichen Bereich (TRL 4-7) einzuordnen. Zentrale Zielsetzung in der 2. Förderphase ist der Transfer der BioZ Projekte in den wettbewerblichen Bereich. Hierfür wer-den z.B. regionale Infrastrukturen wie das Reallabor am Standort des Chemieparks Zeitz mit Mitteln aus den Strukturwandelfonds (InvKG) i.H.v. 20 Mio. € genutzt. Gemeinsam mit BioZ soll ein passfähiges Betreiberkonzept entwickelt werden, um den BioZ Projekten eine schnelle und praxisorientierte Umsetzungsumgebung anzubieten. Die Kooperation mit der Strukturwandelgesellschaft im Burgenlandkreis wird fortwährend über Strategieforen gestärkt, um die Bioökonomie (BÖ) in der Region noch besser zu verankern. Weiter vorangetrieben wird auch die systematische Vernetzung mit regionalen, nationalen (TransBIB) und europäischen Netzwerken der Bioökonomie, um einerseits Synergieeffekte zu nutzen, aber auch um die Sichtbarkeit und Schlagkraft für die Transformation hin zu einer biobasierten Wirtschaft zu stärken.
BioZ hat in der 1. Förderphase die gesetzten Ziele vollumfänglich erreicht. In der 2. Förderphase wird die bisherige Strategie noch stärker auf die Realisierung des Strukturwandels ausgerichtet. Hierzu wurden vier Handlungsfelder entwickelt und mit Maßnahmen und Aktivitäten untersetzt. Insbesondere will BioZ den erforderlichen Strukturwandel positiv konnotieren und dafür begeistern, diesen mitzugestalten. Die Herausforderungen sind immens: Demographischer Wandel, Fachkräftemangel oder prekäre Beschäftigung - Die drei mitteldeutschen Länder stehen, wie alle östlichen Bundesländer, im nationalen Vergleich auch nach über 30 Jahren nicht gleichwertig dar. Es braucht positive Visionen und Aktivtäten, um eine attraktive Zukunft zu gestalten. BioZ trägt dazu bei.
