KMU-innovativ Verbundprojekt mikroPlastikFrei: Entwicklung einer emissionsfreien Haushaltswaschmaschine

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Hannover : Technische Informationsbibliothek

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Die durch den enormen Verbrauch von Kunststoffen anfallenden Rest- und Abfallmengen bedrohen die Ökosysteme weltweit. Großen Anteil daran hat das sogenannte Mikroplastik. Darunter werden Kunststoffteilchen mit einer Größe von unter 5 mm verstanden, die aus Polymeren und Zusatzstoffen bestehen und nicht biologisch abbaubar sind. Als eine der Hauptquellen des Mikroplastiks erwies sich die Freisetzung synthetischer Textilfasern beim Waschprozess. Zusätzlich enthalten Vollwaschmittel und Kosmetikprodukte ebenfalls feinste Mikroplastikpartikel, die auch beim Waschprozess freigesetzt werden . Dieses Konglomerat wird mit dem Abwasser der Waschmaschinen zum Klärwerk abtransportiert. Die Mikroplastikpartikel gelangen mit dem Klärschlamm in den Boden, wo sie sich anreichern und langfristig negative Auswirkungen auf den Anbau von Nahrungsmitteln sowie Flora und Fauna haben werden. Kleinste Partikel entziehen sich der Filtrierung im Klärwerk und gelangen über die Gewässer in die Meere und über die Meeresfauna ebenfalls wieder zurück in den Nahrungsmittelkreislauf. Dieses Mikroplastik trägt in den Meeren mit einem Anteil von 35 % zum Gesamteintrag von Kunststoffen bei. Da allein in Deutschland über 40 Mio. Waschmaschinen in Gebrauch sind, ergibt sich daraus die Bedeutung dieser Umweltbelastung. Laut einer EU-Studie spülen allein Europas Waschmaschinen jährlich rund 30.000 t Mikroplastikpartikel ins Abwasser und davon einen großen Teil ins Meer . Ziel des FuE-Projekts war die Entwicklung einer emissionsfreien Haushaltswaschmaschine, die über keinen Abwasseranschluss verfügt, kein Mikroplastik emittiert und den Frischwasser- und Waschmittelverbrauch signifikant reduziert.

Zu diesem Zweck wurde eine neuartige Haushaltswaschmaschine entwickelt, die dadurch emissionsfrei wird, dass das Waschwasser fortlaufend gefiltert, destilliert und dadurch wiederverwendbar wird. Aufgrund einer fortlaufenden Überwachung und Entkeimung kann es im Kreis geführt werden, sodass der Abwasseranschluss entfällt. Dazu war die Entwicklung einer effektiven Wärmeerzeugung mit umfassender Abwärmenutzung erforderlich. Aufgrund der Destillation wird unabhängig von der lokal vorliegenden Wasserhärte immer im Härtebereich weich gearbeitet, wodurch der Waschmittelverbrauch auf ein Minimum reduziert wird. Die bei der Destillation anfallenden Reststoffe, darunter das Mikroplastik, können umweltschonend über den Hausmüll entsorgt werden.

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