Colab4DigiTwin - Collaboration for Digital Twin; Teilvorhaben: Primärentwicklung und Betrachtung der Kollaborationsplattform aus der Lieferantensicht (Elektrokonstruktion und Automatisierungstechnik)
Abschlussbericht
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Abstract
Der Abschlussbericht beschreibt die Entwicklung einer unternehmensübergreifenden Kollaborationsplattform im Projekt CoLab4DigiTwin aus Sicht eines Lieferanten für Elektrotechnik und Automatisierung. Ziel war es, die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Gewerken, insbesondere Mechanik und Elektrotechnik, durch eine gemeinsame Datenbasis und abgestimmte Prozesse deutlich zu verbessern. Kern des Projekts ist ein offenes, objektorientiertes Datenmodell, das auf dem erweiterten Produkt-Prozess-Ressourcen-Ansatz basiert und alle relevanten Informationen entlang des Anlagenlebenszyklus ntegriert. Dadurch können unterschiedliche Disziplinen ihre Daten strukturiert zusammenführen und im Sinne eines digitalen Zwillings gemeinsam nutzen. Ergänzend wurde eine technische Struktur entwickelt, die eine konsistente Verknüpfung von physischen Komponenten, Funktionen und räumlichen Informationen ermöglicht. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Definition einheitlicher Freigabe- und Versionierungsprozesse. Diese ermöglichen eine transparente Nachverfolgung von Änderungen sowie eine verbesserte Datenqualität über alle Projektbeteiligten hinweg. Besonders wichtig ist dabei die Integration von E-CAD- und M-CAD-Prozessen sowie die Einführung flexibler Lebenszykluskonzepte für Komponenten. Zur praktischen Umsetzung wurden verschiedene Demonstratoren und Anwendungen entwickelt, darunter das Expert Layouting Tool (ELT) zur modellbasierten 3D-Planung sowie der MIA-Planer zur Integration von Mechanik und Automatisierung. Diese Anwendungen reduzieren Medienbrüche, verbessern die Datenkonsistenz und steigern die Effizienz in der Planung erheblich. Die entwickelte Plattform wurde erfolgreich implementiert, getestet und anhand realitätsnaher Szenarien validiert. Die Ergebnisse zeigen, dass eine durchgängige digitale und kollaborative Planung im Anlagenbau möglich ist und deutliche Vorteile hinsichtlich Qualität, Transparenz und Effizienz bietet. Gleichzeitig bildet das Projekt eine Grundlage für die zukünftige Industrialisierung und Weiterentwicklung der Technologien.
