CXCR5+ anti Env CAR T Zellen zur Elimination HIV-1 infizierter Zellen in peripherem Blut und sekundär lymphatischen Gewebe

Schlussbericht zum DZIF-Vorhaben

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Hannover : Technische Informationsbibliothek

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Im Rahmen des hier beschriebenen Forschungsprojekts konnten mittels lentiviraler Transduktion primärer CD8⁺ T-Zellen sowohl CXCR5⁺ CD8⁺ T-Zellen als auch anti-Env CAR T-Zellen (+/− CXCR5) generiert werden. Die Transduktionseffizienzen lagen bei einfachen Transduktionen (nur CXCR5 oder nur anti-Env CAR) im Bereich von 5–15 %, während die Co-Expression von anti-Env CAR und CXCR5 bis zu 6 % erreichte. Es konnte gezeigt werden, dass transduzierte CXCR5⁺ CD8⁺ T-Zellen eine höhere Migrationsfrequenz aufwiesen als untransduzierte Kontrollzellen (UTC). Ein ähnlicher Trend war bei co-transduzierten CXCR5⁺ anti-Env CAR T-Zellen zu beobachten, jedoch ohne statistische Signifikanz. CD4⁺ T-Zellen aus peripherem Blut, die mit HIV-1_eGFP infiziert wurden, zeigten eine niedrigere Infektionsrate, wenn sie mit autologen anti-Env CAR T-Zellen ko-inkubiert wurden, verglichen mit untransduzierten Kontrollzellen (UTC). Um zwischen virusneutralisierenden und zytotoxischen Effekten der CAR T-Zellen zu unterscheiden, wurden Ko-Inkubationsexperimente zusätzlich unter Einsatz von ART durchgeführt, um eine fortlaufende Virusreplikation zu verhindern. Auch hier zeigte sich ein Trend zur Reduktion der HIV-1-Infektionsrate in Anwesenheit von anti-Env CAR T-Zellen. Dies deutet auf einen kombinierten Effekt aus Neutralisation und zytotoxischer Aktivität der CAR T-Zellen hin. Biomimetische Tonsillenorganoide, welche in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe von Herrn Henrik Kløverpris, Universität Kopenhagen, etabliert wurden, wiesen nach Infektion mit HIV-1_eGFP Infektionsraten der tonsilleigenen CD4⁺ T-Zellen von 5–10 % auf und stellen somit ein Modell für infiziertes sekundär lymphatisches Gewebe dar. Präliminäre Experimente zur Evaluation des antiviralen Potenzials von CXCR5⁺ anti-Env CAR T-Zellen zeigten in einigen Spenderproben eine Reduktion der HIV-1-Infektionsrate der CD4⁺ T-Zellen in Anwesenheit der Effektorzellen. Für eine valide Beurteilung der Ergebnisse ist jedoch eine Optimierung der Experimente erforderlich. Alle Experimente wurden entsprechend des eingereichten Vorhabens am Max von Pettenkoferinstitut für Virologie, LMU München, unter der Leitung von Herrn Prof. Oliver Keppler durchgeführt.

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