Verbundvorhaben Werk 4.0 - Vom konventionellen Produktionswerk zum resilienten Kompetenz-Werk durch Industrie 4.0; Teilvorhaben: Deduzierte Produktions-Prozess-Kette
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Die industrielle Produktion steht unter hohem Veränderungsdruck: kürzere Modellzyklen, steigende Variantenvielfalt, volatile Märkte und technologische Umbrüche erfordern Produktionssysteme, die nicht nur effizient, sondern auch flexibel, interoperabel und resilient sind. Bestehende Produktionslinien sind jedoch häufig starr, stark taktgebunden und nur mit erheblichem Aufwand an neue Produkte, Produktvarianten oder geänderte Fertigungsparameter anpassbar.
Das Projekt Werk 4.0 wurde initiiert, um den Übergang vom konventionellen Produktionswerk zum resilienten Kompetenz-Werk zu unterstützen. Die Technische Universität Berlin, Fachgebiet Service-centric Networking (SNET), bearbeitete im Projekt das Teilvorhaben "Deduzierte Produktions-Prozess-Kette" mit Schwerpunkt auf Arbeitspaket 1. Ziel war die Entwicklung einer durchgängigen digitalen Prozesskette von der Produktentwicklung bis in die Produktion. Ausgangspunkt war, dass fertigungsrelevante Informationen in bestehenden Serienproduktionsprozessen häufig nicht durchgängig digital und maschinenlesbar übertragen werden. Produktionsparameter sind oft lokal in Maschinenprogrammen hinterlegt. Änderungen an Produkten oder Prozessen führen dadurch zu manuellen Anpassungen, Abstimmungen mit Fachpersonal oder Anlagenlieferanten und potenziellen Verzögerungen im Produktionsumfeld. Die TU Berlin adressierte diese Problemstellung durch die Entwicklung einer generischen Referenzarchitektur, einer generalisierten Produktionsbeschreibungssprache, prototypischer Software- und Laboraufbauten sowie durch die Integration ausgewählter Konzepte in das Prozessmanagementsystem PROCEED.
