Verbundprojekt: Automatische, strukturierte Befundung für die MRT-Brustkrebsdiagnostik (iQ-MAMMA)
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Abstract
Die wichtigsten Ziele des Instituts für Radiologie und Nuklearmedizin im Verbundprojekt iQMamma waren die Konzeption neuartiger Workflows in der Befundung von MR-Mammographien sowie die Bereitstellung und Annotation der Trainings- und Testdatensätze für den KI-Algorithmus. Der Projektstart war durch die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Belastungen der Universitätskliniken erheblich erschwert. Ab 2023 konnten aber erfahrene Mitarbeiterinnen für das Projekt rekrutiert werden, so dass zum Abschluss des Projektes die Ziele der radiologischen Teilprojekte erreicht wurden. Es ist gelungen den weltweit aktuell größten und umfangreichsten uns bekannten Datensatz zu erstellen, der sehr gute Voraussetzungen zum Trainieren und Testen von KI-Algorithmen erfüllt. Die MR-Mammographie hat auch bei Projektabschluss weiterhin eine große klinische Relevanz, da die MRT trotz neuer Entwicklungen wie zum Beispiel Kontrastmammographie und Tomosynthese weiterhin das sensitivste nichtinvasive Verfahren in der Brustkrebsdiagnostik ist. Die breite Anwendung des Verfahrens bleibt allerdings weiterhin aus, da die Erstellung und Interpretation der Aufnahmen im Vergleich zur herkömmlichen Mammographie deutlich zeitaufwendiger und teurer sind. So kommt diese Modalität aktuell weiterhin überwiegend für spezielle Fragestellungen wie z. B. zum Screening von Hochrisikopatientinnen (familiärer Brustkrebs, Genmutationsträgerinnen), unklaren mammographischen Befunden und bei manchen seltenen Tumoren zum Einsatz. Für eine breitere Anwendung der MR-Mammographie ist weiterhin eine Verkürzung von Untersuchungsdauer und Befundungszeit bei gleichbleibender Qualität erforderlich. Eine Software, die eine KI-basierte strukturierte Befundung ermöglicht, kann so den entscheidenden Schritt zur breiteren Anwendbarkeit der MR-Mammographie darstellen.
