Orientierung in digitalisierten Lebenswelten: ADMIRE - Analyse digitalisierter Mensch-Maschine-Relationen
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Abstract
Das Projekt Orientierung in Digitalisierten Lebenswelten (OrDiLe) verfolgte das Ziel, ein reflexives Analyseinstrument zur Beschreibung und Verständigung digitalisierter Mensch-Maschine-Interaktionen zu entwickeln. Im Zentrum stand dabei nicht die nachträgliche ethische Bewertung technischer Systeme, sondern die systematische Rekonstruktion impliziter Bedeutungs-, Orientierungs- und Deutungshorizonte, die in Mensch-Technik-Konstellationen wirksam sind. Das Reflexionsmodell ADMIRE wurde als Instrument integrierter Forschung konzipiert, das anthropologische, technische und erfahrungsbezogene Perspektiven mit empirischer Beobachtung und praxisnaher Reflexion verbindet.
Über die Projektlaufzeit hinweg wurde das Instrument in Clusterformaten, Workshops, Fokuswerkstätten sowie nationalen und internationalen Tagungen kontinuierlich weiterentwickelt, theoretisch profiliert und öffentlich vermittelt. Dabei zeigte sich, dass ADMIRE insbesondere dort produktiv wirkt, wo Ambivalenzen, Irritationen und Spannungen zwischen unterschiedlichen Wissenskulturen, Rollenverständnissen und Technikbildern auftreten. ADMIRE fungiert weniger als problemlösendes Evaluationsinstrument, sondern als Vermittlungs- und Verständigungsformat, das gemeinsame Reflexionsprozesse ermöglicht und integrierte Forschung als dialogischen, selbstreflexiven Kooperationsmodus stärkt.
