KI- und Datenakzelerator (KIDA)

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Hannover : Technische Informationsbibliothek

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Das einrichtungsübergreifende Verbundvorhaben "KI- und Datenakzelerator" (KIDA) wurde 2022 in der Ressortforschung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft aufgenommen und aus Mitteln des Konjunkturpakets 43 finanziert. Es setzt die Strategie Künstliche Intelligenz der Bundesregierung in der Fassung der Fortschreibung 2020 um. Sieben Forschungseinrichtungen des Geschäftsbereichs schlossen sich dafür 2021 zu einer gemeinsamen Arbeitsgruppe zusammen und erarbeiteten unter Beteiligung des Julius Kühn-Instituts (JKI) das Umsetzungskonzept mit drei Teilzielen: dem Aufbau und der Vernetzung von KI- und Datenkompetenz, dem Ausbau und Betrieb von KI-bezogenen IT-Infrastrukturen sowie der Nutzbarmachung von Daten und KI-Lösungen. Am JKI waren die Voraussetzungen dafür zu Projektbeginn nur eingeschränkt gegeben. Rechenkapazität für Pilotierungen, skalierbarer Online-Speicher und eine tragfähige Langzeitspeicherung fehlten. KI-Methoden waren in den Fachverfahren noch nicht etabliert und umfangreiche Datenbestände waren mangels durchgängiger Schnittstellen nicht erschlossen. Für den Infrastrukturbedarf lag seit Dezember 2020 ein gemeinsames Konzept der sieben Einrichtungen vor, dessen Maßnahmen KIDA fortführte. Als tragende Struktur entwickelte sich im Projektverlauf ein Provider-Consumer-Modell. Einzelne Einrichtungen betreiben Dienste und Rechenkapazitäten für den gesamten Verbund, die übrigen nutzen sie über ein gemeinsames Netz. Das JKI übernahm darin die Providerrolle für die zentralen KI-Dienste und verantwortete die Weiterentwicklung der einrichtungsspezifischen Technologie-Infrastruktur. Beschafft und aufgebaut wurden drei Rechensysteme, Online- und Langzeitspeicher sowie die zugehörige Netzwerktechnik. Auf dieser Grundlage stellte das JKI ein browserbasiertes Chat-Frontend mit gemeinsam genutztem Sprachmodell-Backend sowie einen Transkriptionsdienst bereit, die zum Projektende von über 600 Nutzerkonten aus allen Verbundeinrichtungen genutzt wurden. Da die Dienste unmittelbar mit den internen Netzen verbunden und nicht aus dem Internet erreichbar sind, können auch schützenswerte Daten ohne Abhängigkeit von Anbietern in Drittstaaten verarbeitet werden. Der gemeinsame zentrale Betrieb nutzt die vorhandenen Hardware-Ressourcen deutlich effizienter als dezentrale Installationen. Infrastruktur, Serviceprozesse und Personal wurden zum Projektende in eine verstetigte Struktur überführt.

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