Abschlussbericht zum Verbundprojekt: Data Trust Modelle für die Datenraum-übergreifende Mediation von Erkrankungsdaten - TrustME; Teilvorhaben: Etablierung einer Datenpipeline zwischen Landeskrebsregister und Charité durch Implementierung einer FHIR-Schnittstelle
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Abstract
Gesundheitsdaten zählen zu den zentralen Ressourcen der biomedizinischen Forschung. Insbesondere im Kontext datengetriebener Methoden und des zunehmenden Einsatzes künstlicher Intelligenz (KI) gewinnen umfangreiche, institutionsüber-greifende Datensätze aus klinischen Registern, Studien, Biobanken und weiteren Forschungsinfrastrukturen zunehmend an Bedeutung. Sie ermöglichen substanzielle Fortschritte in der wissenschaftlichen Erkenntnisgewinnung und leisten einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung innovativer diagnostischer und therapeutischer Verfahren. Gleichzeitig stellt die Zusammenführung, Verknüpfung und Nutzung dieser Daten hohe Anforderungen an Datenschutz, Datensicherheit, Interoperabilität sowie die Einhaltung regulatorischer und organisatorischer Rahmenbedingungen. Vor diesem Hintergrund adressierte das Projekt TrustME den bestehenden Mangel an standardisierten, interoperablen und institutionsübergreifend adaptierbaren Lösungen für die Nutzung sensibler Gesundheitsdaten in der Forschung. Ziel des Projekts war die Konzeption einer generischen, nachhaltigen und flexibel adaptierbaren Infrastruktur, die den Zugang zu und die Nutzung von Gesundheitsdaten für Forschungszwecke vereinfacht und gleichzeitig die datenschutzrechtlichen Anforderungen berücksichtigt. Das konkrete Ziel war, die Voraussetzungen für einen sicheren, nachvollziehbaren und datenschutzkonformen Austausch von Pseudonymen bzw. Identitäten zu analysieren und konzeptionell vorzubereiten. Damit übernahm TrustME die zentrale Aufgabe, die Prozesse, die für die Zusammenführung von Bioproben-, klinischen und Krebsregister-basierten Daten notwendig sind, erstmals systematisch aufeinander zu beziehen und die hierfür erforderliche Harmonisierung zwischen den beteiligten Strukturen anzustoßen. Durch die Nutzung etablierter Strukturen und Standards sollte ein Ansatz entwickelt werden, der den Aufwand für die zukünftige Umsetzung vergleichbarer Forschungsvorhaben reduziert und die interoperable Nutzung sensibler Gesundheitsdaten unterstützt.
