T!Raum-Initiative Handlungsmacht der Kommunen stärken (HKS). Verbundvorhaben Stadtentwicklung bis 2030 - Strategieentwicklung in strukturschwachen Gebieten (HKS-Stadt)
Ergebnisbericht zum Teilvorhaben Kommunalfinanzen und Verwaltungshandeln im Strukturwandel (HKS-Stadt-KOWID)
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Abstract
Der Werkstattbereich HKS Stadt analysiert die Verflechtung von (global zu beobachtenden) Transformationen und der regionalen politischen Kultur im Spannungsfeld von dynamischen großurbanen Zentren und Regionen/ Kommunen jenseits der Leuchttürme, die sich als Erfolgsorte der Transformation etabliert haben. Dabei beschäftigt sich der Werkstattbereich mit Transformationsprozessen in einer ländlichen Region und peripheren Situation und untersucht am Beispiel der Stadt Aue-Bad Schlema Kommunalfinanzen und Verwaltungshandeln im Strukturwandel einerseits und die Nutzung bzw. Beurteilung von Handlungsspielräumen innerhalb der Kommune durch die Stadt selbst und die Zivilbevölkerung andererseits. Bisher hat sich die Transformationsforschung vor allem mit Transformationsprozessen seit 1989 beschäftigt, als es um den Übergang von staatsozialistischen zu marktwirtschaftlich-demokratischen Gesellschaften ging. Sie befindet sich aber derzeit in einem Umbruch, weil die Anwendbarkeit des Begriffes gegenwärtig auf den Umgang mit den aktuellen Herausforderungen erprobt wird. Für das Teilvorhaben HKS-Stadt-KOWID bildete v. a. die die Theorie der öffentlichen Güter und hier speziell der öffentlichen Aufgabenwahrnehmung im Rahmen der Daseinsvorsorge, die Kommunalfinanzen als wichtige Finanzierungsquelle dieser Aufgaben sowie der Organisationsstruktur dieser Aufgabenerfüllung den wissenschaftlich-theoretischen Rahmen der Analysen. Dabei wurde insbesondere auf die Rolle der Kommunalfinanzen und finanzwissenschaftlicher Analysen als Basis für eine kommunale Strategieentwicklung sowie die verwaltungswissenschaftliche Perspektive zur Schaffung von Organisationsstrukturen bei sich ändernden, strategisch relevanten Aufgaben der Kommunen eingegangen. Durch die umfassende Untersuchung der Finanzsituation, der demografischen und sozioökonomischen Rahmenbedingungen in Aue-Bad Schlema sowie der darauf aufbauenden Modellierung von Entwicklungspfaden liegen auf der einzelgemeindlichen Ebene vielfältige Erkenntnisse zu den derzeitigen und zukünftigen Herausforderungen sowie möglichen Handlungsoptionen im gegenwärtigen Strukturwandel vor. Diese sollen einerseits für die in der zweiten Projektphase vorgesehenen Arbeiten genutzt und andererseits durch die Betrachtung weiterer Kommunen ergänzt und stärker in Formate des T!Raums HKS integriert werden. Im Fokus stehen dabei u. a. auch die Umsetzung zentraler Analyseergebnisse in strategische Planungen, die Organisation der kommunalen Aufgabenerfüllung und Formen einer nachhaltigen Finanzierung.
