Status Quo und Perspektiven der Sicherheitskommunikation in Extrem-Ereignissen; des Verbundprojektes: Governance und Kommunikation im Krisenfall des Hochwasserereignisses im Juli 2021 (HoWas2021)

Abschlussbericht zum Teilvorhaben

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Hannover : Technische Informationsbibliothek

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Das IFM untersuchte aus kommunikations- und medienwissenschaftlicher Sicht die Defizite in den informations- und kommunikationstechnischen Systemen bei Katastrophen. Die Analyse konzentrierte sich auf die Kommunikation zwischen Wetterdiensten, Behörden und Rettungsdiensten sowie auf die Übermittlung und Verständlichkeit von Warnungen an die Bevölkerung. Schwachstellen in Meldeketten, Zuständigkeiten und Warnmedien wurden identifiziert, um Vorschläge zur Verbesserung der heutigen Systeme zu erarbeiten. Ziel war es, robuste Kommunikations-, Berichts- und Entscheidungsstrukturen für Extremereignisse zu entwickeln. Zudem wurde die überorganisationale Zusammenarbeit zwischen Behörden, Organisationen und Unternehmen untersucht. Dies beinhaltete die Evaluation von Kommunikationsmedien und Akteursfähigkeiten sowie die Weiterentwicklung des Konzepts der „SicherheitsArena“, einer gemeinsam genutzten Informationsplattform. Diese soll die Lagebeurteilung, Bewertung und Entscheidungsfindung unter Krisenbedingungen optimieren. Ein dritter Fokus lag auf der Sensibilisierung der Bevölkerung für lokale Risiken. Kampagnen und Plattformen zur Einbindung der Bürgerinnen und Bürger in Präventionsmaßnahmen wurden vorgeschlagen, um das Krisenbewusstsein und die Resilienz zu stärken. Die Untersuchung basierte auf einer Mixed-Method-Triangulation, die Interviews mit Expertinnen und Experten, Dokumenten- und Medienanalysen sowie Social-Media-Daten (über 30.000 Beiträge) umfasste. Fallstudien aus den betroffenen Regionen offenbarten Schwachstellen in der Warnkommunikation und der Nutzung sozialer Medien durch die BOS. Auch die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten schöpften ihre Frühwarnmöglichkeiten nicht aus. Eine repräsentative Befragung zeigte eklatante Lücken in der persönlichen Risikovorsorge der Bevölkerung, was den Bedarf an Orientierung und Anleitung deutlich macht. Der Bericht liefert praxisorientierte Empfehlungen zur Stärkung der Krisenkommunikation und zum Aufbau resilienter Strukturen.

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