Ko-Selektion von antimikrobieller Resistenz durch Biozide in komplexen aquatischen Gemeinschaften; Teilprojekt der BIOCIDE: Antimikrobielle Biozide im Wasserkreislauf - ein integrierter Ansatz zur Einschätzung und zum Management der Risiken von Antibiotikaresistenzentwicklung
Schlussbericht
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Abstract
Das übergeordnete Ziel des Verbundprojektes BIOCIDE war es festzustellen, wie antibakterielle Biozide zur Verbreitung von antibiotikaresistenten Bakterien in aquatischen Ökosystemen beitragen. Die Teilziele umfassten: 1) Das Messen von Expositionswerten in Wasser; 2) Die Ermittlung von Biozid-Konzentrationen, die zur Ko-Selektion von Antibiotikaresistenzen führen; 3) Die Identifikation von genetischen Mechanismen für die Ko-Selektion; und 4) Eine erneuerte Datenbank, ein Bewertungsschema und eine Risikobewertung für Biozidresistenz. Der Beitrag aus dem von der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) durchgeführten Teilprojekt war es, Konzentrationen von ausgewählten Bioziden zu ermitteln, die zur Ko-Selektion von Antibiotikaresistenz in aquatischen, mikrobiellen Gemeinschaften führen. Speziell wurde untersucht, ob diese Biozide Unterschiede in der Selektion von verschiedenen antibiotika- und biozidresistenten Bakterienstämmen der Art Escherichia coli im Abwasser bewirken. Zudem hat die BAM mit den Verbundpartnern und mit regulatorischen Behörden zusammengearbeitet, um die Bewertung des Risikos von Biozidresistenz wissenschaftlich-fundiert zu implementieren. Die konkreten Ziele waren: 1. Priorisierung von Bioziden zur Untersuchung von Resistenzselektion. 2. Untersuchung von Ko-Selektion durch Biozide im Abwasser. 3. Synthese der Ergebnisse zur Verwendung in der Risikoabschätzung von Bioziden für die Resistenzselektion. 4. Koordination und Kommunikation der Arbeiten im Konsortium.
