Recycling von subhydrischen Sedimenten - ResuS; Teilprojekt 3: Konzeption zur Verwertung belasteter subhydrischer Sedimente mit Evaluierung einer anwendungsorientierten Technologieentwicklung
Kurzbericht/Sachbericht zum FuE-Verbundprojekt
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Abstract
Der kontinuierliche Sedimenteintrag in Stauanlagen reduziert Bewirtschaftungs- und Retentionsräume und erfordert regelmäßige Beräumungen. Die Verwertung des anfallenden Baggerguts ist insbesondere bei Belastungen durch toxische Metall(oid)e technisch, rechtlich und wirtschaftlich anspruchsvoll, sodass vielfach die kostenintensive Deponierung gewählt wird. Subhydrische Sedimente besitzen jedoch ein wirtschaftliches Potenzial als Sekundärrohstoff. Ziel des FuE-Verbundvorhabens "ResuS" war die Entwicklung einer integrierten Bewertungs- und Entscheidungsgrundlage zur nachhaltigen Verwertung dieser Sedimente.
Im Projekt wurden praxistaugliche Aufbereitungsverfahren erprobt und Verwertungswege - etwa als mineralischer Ersatzbaustoff, für bodenbezogene Anwendungen oder als Zuschlagstoff für Bauprodukte - unter technischer, rechtlicher und wirtschaftlicher Perspektive evaluiert. Es entstand eine strukturierte Bewertungs- und Entscheidungslogik, die stoffliche, schadstoffbezogene, technisch-funktionale, behandlungsbezogene, regulatorische sowie wirtschaftlich-logistische Kriterien integriert. Anforderungen an repräsentative Probenahme und Analytik wurden präzisiert und anhand von Untersuchungen an fünf sächsischen Stauhaltungen validiert. Für alle Standorte konnten verschiedene Verwertungswege als realisierbar eingeschätzt werden.
Zur praxisnahen Umsetzung wurden Muster-Lasten- und Pflichtenhefte entwickelt, die Anforderungen an Aufbereitung, Qualitätssicherung, Genehmigung und Vermarktung strukturieren. Eine Wirtschaftlichkeitsanalyse zeigte, dass standortnahe, mechanische Aufbereitungsverfahren häufig kostengünstiger als die Deponierung sind. Ergänzend wurde der komplexe Rechtsrahmen entlang der gesamten Prozesskette systematisiert. Die Ergebnisse wurden in einem Leitfaden zusammengeführt, der rechtskonforme, technisch-wirtschaftlich tragfähige Verwertungswege für subhydrische Sedimente aufzeigt und damit einen Beitrag zur ressourceneffizienten Kreislaufwirtschaft leistet.
