IDunion - Aufbau eines dezentralen Identitätsökosystems

Abstract

Die vorliegende Arbeit ist der Verbundschlussbericht des Projekts "IDunion" welches im Rahmen des Schaufenster: Sichere Digitale Identitäten durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz vom 01.04.2021-31.12.2024 gefördert wurde. Das Forschungsprojekt IDunion zielte darauf ab, ein dezentrales und selbstbestimmtes Identitätsökosystem für Bürger:innen, Unternehmen und öffentliche Institutionen zu entwickeln. Dabei wurde besonderer Wert auf Datenschutz, Interoperabilität und Nutzerfreundlichkeit gelegt. Anfangs war es Ziel des Projektes, ein dezentrales Identitätsökosytsem auf Basis der Blockchain Technologie zu errichten. Im Rahmen des Projekts wurden in Zusammenarbeit mit der OpenID Foundation neue innovative technische Protokolle entwickelt, darunter OpenID4VCI und OpenID4VP. Diese Protokolle fanden später Eingang in das Architecture and Reference Framework der European Digital Identity Wallet (EUDI-Wallet) und trugen damit maßgeblich zur Standardisierung und Interoperabilität europäischer Identitäten bei. Aufbauend auf diesem Erfolg richtete das Projekt ab 2023 seinen Fokus vollständig auf die Förderung der Interoperabilität und die Weiterentwicklung des EUDI-Wallet-Ökosystems aus. Der Abschlussbericht dokumentiert die erzielten Fortschritte in 13 Arbeitspaketen, darunter die Entwicklung sicherer Identitätsschemata, Governance-Modelle inkl. Gründung einer europäischen Genossenschaft (IDunion SCE) und innovative Anwendungen in Bereichen wie Finanzwirtschaft, E-Health, E-Commerce, Mobilität und der öffentlichen Verwaltung. Zudem wird die Rolle von IDunion bei der Gestaltung europäischer Standards hervorgehoben. Das Projekt leistete einen wichtigen Beitrag zur digitalen Souveränität in Europa, indem es Organisationen und Bürger:innen unabhängige und vertrauenswürdige Alternativen zu zentralisierten Identitätsplattformen bietet.

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