Optische Untersuchungen zur Aufklärung des Molekularbaus der Zinkphosphatgläser und des Kupfer(II)-Metaphosphatglases
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Abstract
Mit Hilfe optischer Absorptions- und teilweise auch Remissions-Messungen an mit Co2+, Ni2+ und Cu2+ als Farbindikatoren dotierten Gläsern wird der Versuch unternommen, die Struktur von Zinkphosphatgläsern — besonders des Zinkmetaphosphatglases ZnP2O6 — aufzuklären. Im ZnP2O6-Glas sind nicht nur die P5+ -Ionen tetraedrisch von je vier Sauerstoffionen umgeben, sondern ebenso auch der größte Teil der Zn2+ -Ionen. Nur ein kleiner Teil der Zn2+ -Ionen dürfte im ZnP2O6-Glas mehr oder weniger oktaedrisch von je sechs Sauerstoffionen umgeben sein. Im Kupfermetaphosphatglas CuP2O6 sind alle Cu2+ -Ionen mehr oder weniger oktaedrisch von je sechs Sauerstoffionen umgeben. Die Struktur dieses Glases unterscheidet sich demnach grundsätzlich von der des Zinkmetaphosphatglases ZnP2O6. Gibt man zur Mischung der Zusammensetzung ZnP2O6 überschüssiges ZnO oder aber P2O5, so nimmt in den zugehörigen Gläsern die Konzentration der tetraedrisch von vier Sauerstoffionen umgebenen Zinkionen ab, während die Konzentration der oktaedrisch von sechs Sauerstoffionen umgebenen Zinkionen ansteigt.