EnEff:Stadt: CircularGreenSimCity - Ganzheitlich-ressourceneffiziente Betrachtung von Stadtquartieren

Schlussbericht zum Verbundvorhaben : Förderprogramm: 7. Energieforschungsprogramm, EnEff:Stadt

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Hannover : Technische Informationsbibliothek

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Das Verbundprojekt CircularGreenSimCity (CGSC) hatte das Ziel, innovative methodische und technische Ansätze für die nachhaltige Entwicklung und Transformation urbaner Quartiere zu entwickeln, zu erproben und in die kommunale Planungspraxis zu überführen. Grundlage des Projekts war die Annahme, dass bestehende Planungsprozesse häufig eindimensional sind – etwa fokussiert auf Energieverbrauch oder Baukosten – und dabei wichtige Wechselwirkungen zwischen ökologischen, ökonomischen und sozialen Nachhaltigkeitsdimensionen unzureichend berücksichtigt werden.

Im Mittelpunkt von CircularGreenSimCity stand daher eine multidimensionale, lebenszyklusbasierte Betrachtung und Bewertung zentraler Quartiersdimensionen, insbesondere Energie, Materialeinsatz, Wassermanagement, Stadtgrün, Mobilität, Kosten sowie sozio-ökonomische Aspekte. Ein besonderer Fokus lag dabei auf der Analyse der Wechselwirkungen zwischen diesen Dimensionen, die in bisherigen Planungsansätzen meist unzureichend berücksichtigt wurden.

Das Konsortium entwickelte und erprobte ein integriertes Bewertungs- und Planungstool, das bestehende Simulations- und Bewertungswerkzeuge – wie SimStadt (HFT Stuttgart), urbi+ (TUM) und LCCalc (TUM) – methodisch koppelt und in einer webbasierten Plattform zusammenführt. Dadurch sollte Kommunen ermöglicht werden, Quartiere entlang ihres gesamten Lebenszyklus ganzheitlich, datenbasiert und multi-kriteriell zu analysieren und zu optimieren.

Im Projekt wurden zentrale Forschungsfragen bearbeitet, darunter:

  • Welche Auswirkungen haben unterschiedliche Bauweisen und Materialien auf die lebenszyklusbasierten Energie-, Emissions- und Kostenbilanzen von Quartieren?
  • Wie können Kreislaufstrategien wie Urban Mining in die Quartiersplanung integriert und ökologisch bewertet werden?
  • Welchen Einfluss hat urbanes Grün auf Mikroklima, Kühl- und Heizbedarf sowie Wassernutzung?
  • Welchen Einfluss haben Quartiersarchetypen auf das Mobilitätsverhalten?
  • Welche Auswirkungen hat die Reduktion von öffentlichem Parkraum auf das Mobilitätsverhalten?
  • Wie wirkt sich eine Reduktion des öffentlichen Parkraums auf die CO2-Emissionen durch den Verkehr aus?
  • Und wie lassen sich technische, ökologische und soziale Indikatoren in einem gemeinsamen digitalen Planungstool integrieren, um verschiedene Planungsvarianten multi-kriteriell zu bewerten?

Die entwickelten Methoden und Tools wurden in den Fallstudienquartieren Grombühl (Würzburg) und Grafenbühl (Asperg) angewendet und validiert. Zentrale Ergebnisse wurden in einem praxisorientierten Leitfaden für Kommunen zusammengeführt, der konkrete Empfehlungen für die Optimierung kommunaler Planungsprozesse im Sinne einer nachhaltigen Quartiersentwicklung gibt. So unterstützt CircularGreenSimCity nicht nur die wissenschaftliche Analyse, sondern stellt auch praxistaugliche Werkzeuge und Handlungsempfehlungen für kommunale Planungsakteure bereit.

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01.04.2022 bis 30.09.2025

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