Regionale Netzstelle Nachhaltigkeitsstrategien Mitte (RENN.mitte) für die Bundesländer Berlin, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen

Abstract

Der "Endbericht: Regionale Netzstelle Nachhaltigkeitsstrategien Mitte (RENN.mitte) für die Bundesländer Berlin, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen" umfasst den Berichtszeitraum von 01.01.2022 bis 31.12.2024.

Die Regionale Netzstelle Nachhaltigkeitsstrategien-Mitte, RENN.mitte, ist ein Verbund aus fünf zivilgesellschaftlichen Partnerorganisationen: Berlin 21 e.V., Brandenburg 21 e.V., Landesverband Nachhaltiges Sachsen e.V., Netzwerk Zukunft e.V. und Zukunftsfähiges Thüringen e.V., der seit 2016 zusammenarbeitet, sowie im Verbund mit den anderen drei RENN (RENN.nord, RENN.west und RENN.süd), dem Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) und der RENN.leitstelle zusammenwirkt.

Die Arbeit von RENN.mitte ist konsensorientiert ausgerichtet und wird federführend durch den Konsortialführer Zukunftsfähiges Thüringen (KF ZTH) organisiert. Grundlage der Zusammenarbeit im RENN.mitte-Verbund ist eine gemeinsame Kooperationsvereinbarung, die alle fünf RENN.mitte-Partner unterzeichnet haben.

Im 2. Durchführungszeitraum von 2022-2024 galt es, die Aktivitäten der RENN weiter auszubauen und dabei die Nachhaltigkeitsaktivitäten zivilgesellschaftlicher Akteur:innen in und mit den Kommunen und mit der Wirtschaft zu verstärken. Ein besonderer Fokus wurde dabei auf das „Gemeinschaftswerk Nachhaltigkeit“ gerichtet.

RENN.mitte konnte von 2022-2024 entsprechend seiner Zielstellungen und Arbeitsbereiche ein umfangreiches Arbeitsprogramm realisieren und somit auch die Förderphase von Januar 2022 bis Dezember 2024 erfolgreich abschließen. Alle wesentlichen Arbeitspakete wurden umgesetzt und die zentralen Ziele und Meilensteine erreicht.

Folgende zentrale Ergebnisse konnten mit Blick auf die förderpolitischen Zielstellungen erreicht werden:

Das Gemeinschaftswerk Nachhaltigkeit wurde durch konkrete Beiträge wie die Mitwirkung am Auftakt sowie die thematisch aufbereiteten RENN.mitte-Jahrestagungen zielgerichtet unterstützt. Hierbei wurden die Themen Kreislaufwirtschaft, nachhaltiges Bauen und Wohnen sowie Biodiversität und Klimaanpassung als Transformationsbereiche der DNS adressiert und ein Dialog mit verschiedenen gesellschaftlichen Akteuren geführt, bei dem Zielkonflikte thematisiert und bereichsübergreifende Lösungsansätze ausgelotet wurden. Dies erfolgte auch mit Blick auf die Stärkung der Demokratie im RENN.mitte-Gebiet sowie in den einzelnen Ländern. Der Rat für Nachhaltige Entwicklung und die Geschäftsstelle des Gemeinschaftswerkes waren in die Aktivitäten zum Gemeinschaftswerl umfassend eingebunden.

Die in Phase 1 entwickelten drei RENN.mitte-Schwerpunktthemen wurden in Phase 2 konsequent inhaltlich weiter ausgebaut, strukturell verankert und öffentlich kommuniziert:

  • Nachhaltige Kommunal- und Regionalentwicklung
  • Nachhaltiges Wirtschaften / Wohlstand neu denken
  • Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) / Demokratieentwicklung / Partizipation.

Das RENN.mitte-Netzwerk konnte inhaltlich und strukturell weiterentwickelt und die Arbeit der Nachhaltigkeitsbündnisse in den fünf Ländern gestärkt werden.

Ebenso wurden durch kohärente inhaltliche Themensetzungen in RENN.mitte sowie das enge Zusammenwirken die Aktivitäten des RNE, der RENN-Leitstelle sowie des RENN-Verbundes unterstützt. In diesem Zusammenhand wurden die Deutschen Aktionstage Nachhaltigkeit (DAN) gezielt beworben, gemeinsam im RENN-Verbund der Wettbewerb Projekt Nachhaltigkeit in 2022 und 2023 umgesetzt sowie ebenfalls in 2022 und 2023 die RENN.tage durchgeführt.

Weiterhin konnte in RENN.mitte auch mit Blick auf das Gemeinschaftswerk die Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit professionalisiert und u.a. ein Instagram Kanal eingerichtet und bespielt werden.

Das Jahr 2024 war im Vergleich zu 2022 und 2023 von besonderen Herausforderungen geprägt. So standen in den RENN.mitte-Bundesländern Brandenburg Sachsen und Thüringen im Herbst 2024 Landtagswahlen an, die im Ergebnis zu einer Veränderung der politischen Lage führten. Gleiches gilt auch für Berlin, wo die Wiederholungswahl im Februar 2023 zu einer Veränderung der Koalition im Abgeordnetenhaus führte. Schließlich führte auch der Bruch der Ampelkoalition im November 2024 auf Bundesebene zu einer veränderten politischen Situation.

RENN.mitte hat in dieser Zeit versucht, seine Beiträge weiterhin konsequent auf die Umsetzung der Agenda 2030 und der Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie (DNS) auszurichten sowie auch die Weiterentwicklung der DNS und der bestehenden Nachhaltigkeitsstrategien in den vier Flächenländern in den Blick zu nehmen. Dies ist sowohl mit der gemeinsamen Jahrestagung als auch mit den Veranstaltungen, Aktionen und Vernetzungsformaten in den einzelnen Bundesländern gelungen.

Weiterhin waren die Bemühungen von RENN.mitte darauf ausgerichtet, die intensive Arbeit in den fünf RENN.mitte-Ländern sowie auch im gesamten RENN-Netzwerk nach Auslaufen der 2. Förderphase Ende 2024 auf tragfähige Füße zu stellen. Mit der Gründung des RENN e.V. im Dezember 2023 sowie einem kurzfristigen RENN e.V.-Projekt in 2025 konnten hier erste wichtige Schritte gegangen werden.

Für das Jahr 2024 stand für RENN.mitte nur Basisfinanzierung und damit weniger als die Hälfte der Fördermittel der Jahre 2022 und 2023 zur Verfügung. Gleichzeitig wurden alle wesentlichen Arbeitspakete umgesetzt und die zentralen Ziele und Meilensteine erreicht. Zudem wurde mit Blick auf die avisierte Fortsetzung der RENN weit mehr Arbeit geleistet und die Kooperationen mit Partnern gestärkt.

Im Endbericht wird die Arbeit von RENN.mitte in der Förderphase 2022 bis 2024 übergreifend beschrieben. Weiterhin wurde die inhaltliche Arbeit detailliert in den drei bereits vorliegenden Zwischenberichten der Jahre 2022, 2023 und 2024 dargestellt.

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