KreiSBau - Kreislaufführung von Sanden im Bauwesen

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Hannover : Technische Informationsbibliothek

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Das Verbundprojekt „KreiSBau – Kreislaufführung von Sanden im Bauwesen“ verfolgt die Entwicklung eines großtechnischen Verfahrens, das Sulfatanteile aus Mauerwerksabbruch reduziert und damit mineralische Stoffströme im Bauwesen wiederverwendbar macht. Dabei kooperieren die Heinrich Feeß GmbH & Co. KG, Leiblein GmbH, Leipfinger Bader GmbH und das Fraunhofer‑Institut für Bauphysik. Der Fokus liegt auf der Aufbereitung von < 2 mm‑Sanden aus Bauschutt, deren Recyclinganteil bisher nur gering ist, und deren Einbindung in RC‑Bauprodukte von Leipfinger‑Bader GmbH und Feeß durch den Einsatz in Ziegeln sowie Betonblöcken vorangebracht werden soll.

Im Projektlaufzeitraum wurden zunächst Laboranalysen der Proben am Fraunhofer‑IBP durchgeführt, um die mineralogischen und physikalischen Parameter zu bestimmen. Auf Basis dieser Daten erstellte das IBP ein Lastenheft für einen Mischbehälter, der von Leiblein im zweiten Projektjahr fertiggestellt und bei der Firma Feeß dann in Betrieb genommen wurde. In dieser Anlage wurden 50 t Bauschuttsand aufbereitet und zur Herstellung von Kaltziegeln und gebrannten Hintermauerziegeln an Leipfinger‑Bader verbracht. Die Herstellung der Ziegel, lieferte vor allem hinsichtlich der Herstellung der Kaltziegel interessante Erkenntnisse. Für Betonblöcke wurden bei Feeß Rezepte entwickelt, die in Druckfestigkeits‑ und Frost‑Tausalz‑Tests bessere Werte lieferten als herkömmliche Formulierungen. Abschließend bewertete das IBP eine Ökobilanz, die zwar teilweise Vorteile gegenüber Primärmaterial bietet, jedoch weiteres Potential in Transport‑ und Energieeinsparungen hat.

Die Ergebnisse hinsichtlich der Entsulfatisierung der Sande waren zufriedenstellend, auch wenn hinsichtlich des Anlagenaufbaus sowie der Verwendung im Kaltziegel ein Folgeprojekt als notwendig angesehen wird, um die Erkenntnisse produktiv zu nutzen.

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